Höhere Produktion geplant: Tesla stellt 1.000 neue Mitarbeiter in Grünheide ein
Der US-Elektroautohersteller Tesla will seine Produktion im deutschen Werk in Grünheide weiter hochfahren und 1.000 zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen hat angekündigt, dass ab Oktober 2026 damit begonnen werde, die Produktion des Model Y um 20 Prozent auf dann 7.500 Fahrzeuge pro Woche zu steigern. Das gab die Geschäftsführung nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa auf einer Betriebsversammlung bekannt.
Im April 2026 hatte Tesla angekündigt, bis Ende Juni rund 1.000 neue Mitarbeiter im einzigen europäischen Autowerk einzustellen. Von Anfang Juli an solle die Produktion zunächst auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche gesteigert werden.
Die Rekrutierung der 1.000 Beschäftigten wird sich nach Angaben einer Sprecherin noch über den Monat Juli hinziehen. Rund 700 Mitarbeiter seien bereits eingestellt worden, sagte sie der dpa. Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten bei Tesla in Grünheide rund 12.400 Menschen. Dann sank die Zahl um 1.700 bis zu diesem Jahr. Mit den neuen Plänen wären es in der Autoproduktion dann 12.700 Mitarbeiter.
Batteriezellfertigung schafft ebenfalls neue Jobs
Der Autohersteller plant ebenfalls, mehr als 1.500 Beschäftigte für die Batteriezellfertigung in Grünheide neu einzustellen. Knapp 250 Millionen US-Dollar will Tesla nach bisherigem Plan investieren, um die Voraussetzungen für eine Produktion von 18 Gigawattstunden (GWh) Batteriezellen pro Jahr in Grünheide zu schaffen.
Auch für den Bereich sei die Rekrutierung "in vollem Gange", sagte die Sprecherin. "Wir benötigen hier sehr viele Fachkräfte, weshalb sich die Einstellungen etwas schwieriger gestalten."
"Zusammen mit der Einstellung von 1.500 Mitarbeitern für den Hochlauf der Batteriezellfertigung sprechen wir von 3.500 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die kurz- und mittelfristig im Bereich der Fahrzeug- und Batteriefertigung in der Gigafactory Berlin-Brandenburg geschaffen werden", teilte Tesla mit. Auch rund 500 Leiharbeitnehmer sollten im Laufe des Jahres übernommen werden.
Trendwende beim Absatz
Der Elektroautohersteller hat sich vom Absatzeinbruch des Vorjahres etwas erholt. Allerdings unterliegen die Zulassungszahlen in Deutschland in diesem Jahr großen Schwankungen. Nach 1.301 Neuzulassungen im Januar und einem Spitzenwert von 9.252 Exemplaren im März kam der US-Hersteller im Mai auf 5.111 Fahrzeuge.
Das entspricht einer Zunahme von 322 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahreswert. Im Jahresverlauf liegt das Plus immer noch bei 200 Prozent. Auch in anderen europäischen Ländern wies Tesla im Mai gute Verkaufszahlen auf(öffnet im neuen Fenster).
Mit der geplanten Beschäftigungsoffensive könnten auch die Pläne für einen Ausbau der Produktionskapazität am Standort in Grünheide näher rücken. Die Gigafactory Berlin-Brandenburg öffnete im März 2022. Tesla peilte in einer ersten Phase eine Produktion von 500.000 Autos im Jahr an. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Mit 7.500 Fahrzeugen pro Woche wären es rechnerisch rund 375.000 im Jahr.
- Anzeige Hier geht es zu Elektromobilität: Grundlagen und Praxis bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.