Hochspannungsleitung: Drohne verursacht Blackout

Im kalifornischen Mountain View ist es durch die Kollision eines kleinen Copters mit einer Hochspannungsleistung zu einem größeren Stromausfall gekommen. Am Morgen des 9. Juni 2017 flog die Drohne in die Leitung. Der Schaden beläuft sich laut Polizeiangaben(öffnet im neuen Fenster) auf mehrere Zehntausend US-Dollar. Für zwei Stunden waren rund 1.600 Personen ohne Strom. Das Rathaus und eine öffentliche Bibliothek waren ebenfalls betroffen, Letztere wurde aus Sicherheitsgründen geräumt.
Zeugen sahen den Piloten zwar, doch der ergriff nach dem Unfall die Flucht und blieb unerkannt. Die verkohlten Reste des Copters lassen keine Identifikation der Marke oder des Modells zu.
"Die FAA hat Regeln und Vorschriften erlassen, um zu verhindern, dass genau solche Vorfälle passieren" , sagte Mountain Views Polizeisprecherin Katie Nelson der Lokalzeitung Mercury News(öffnet im neuen Fenster) . "Wir bitten einfach darum, dass die Leute die Regeln einhalten und dass sie Drohnen sicher und vernünftig betreiben."

Schon häufiger sind Unfälle mit einem Quadcopter passiert. So landete Anfang 2017 eine Drohne auf der Autobahn A99 und verursachte einen Unfall mit einem Fahrzeug. Während über durch Drohnen verursachte Fahrzeugschäden selten berichtet wird, kommen Beinaheunfälle im Flugbetrieb häufiger vor. In den USA gibt es seit einiger Zeit eine Registrierpflicht für Drohnen und in Deutschland eine Kennzeichnungspflicht(öffnet im neuen Fenster) mittels Plakette. Die Regelungen bezüglich der Kennzeichnungspflicht gelten erst ab dem 1. Oktober 2017.