Hochleistungsrechenzentren: Mit warmem Wasser effizienter rechnen
Wie Schubladen stapeln sich silbergraue Gehäuse, auf denen grüne LEDs blinken. In den Kästen im mannshohen Serverschrank in einer der Hallen des Leibniz-Rechenzentrums (LRZ) in Garching bei München stecken die Motoren der künstlichen Intelligenz – Prozessoren, die die Algorithmen der KI besonders schnell ausführen. "Die Abwärme fangen wir ein," sagt Dieter Kranzlmüller, der Leiter des LRZ. Man versteht ihn gut, denn der für Hochleistungsrechenzentren typische Lärm Tausender Kühlventilatoren fehlt.
Dass die Chips arbeiten, spürt man, wenn man die Hand vor die Gehäuse hält: Sie strahlen Wärme ab wie ein moderat aufgedrehter Heizkörper. Hier wird eines der drängendsten Probleme der derzeitigen hochleistungsfähigen KI spürbar: ihr enorm hoher Energieverbrauch. Das LRZ spart Energie mit einer alternativen Art, die Rechner zu kühlen: Sie heißt Warmwasserkühlung.