Hochleistungslaser: Laserpulse sollen Satellitennetzwerke schützen
Auf dem höchsten Berg Spaniens und dritthöchsten Inselvulkan der Erde, dem Teide auf Teneriffa, hat die Esa(öffnet im neuen Fenster) mit Izana-1 und Izana-2 ein System zu Laserentfernungsmessung in Betrieb genommen. Ein Hochleistungslaser kann Objekte im niedrigen Erdorbit anvisieren und durch die Laufzeitmessung der reflektierten Photonen die exakte Höhe bestimmen.
Dafür mussten die Laserpulse vor Inbetriebnahme noch einmal verstärkt werden, um verlässlich nicht nur die Entfernung, sondern zudem die exakte Bahn von Trümmern im Orbit messen zu können. Mithilfe dieser Daten sollen die Betreiber von Satellitennetzwerken in die Lage versetzt werden, Kollisionen zu verhindern.
Regelmäßige Eingriffe verhindern Schlimmeres
Bereits jetzt müssen regelmäßig Korrekturen an den Bahnen von Satelliten vorgenommen werden, während die Anzahl der Objekte im Orbit in den nächsten Jahren um ein Vielfaches anwachsen dürfte. Kommt es tatsächlich zu einem Zusammenstoß, besteht außerdem die Gefahr, dass die neuen Trümmer aus dem Aufprall weitere Satelliten beschädigen und so weiter.
Eine gefährliche Kettenreaktion wäre in Gang gesetzt und die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, steigt mit jedem weiteren Satelliten im Orbit.
Der Laser wird aktiv
Aktuell handelt es sich bei Izana-1 und Izana-2 um ein rein passives System, das Weltraumschrott oder kleine Asteroiden nachverfolgen kann. Um die Bahnkorrekturen müssen sich die Betreiber der Satelliten kümmern.
Geplant ist in Zukunft jedoch, durch ausreichend starke Laserpulse die Bahn kleiner Trümmer zu ändern. Es würde bereits eine leichte Impulsübertragung ausreichen, um durch minimale Änderungen Kollisionen zu verhindern.
Satelliten könnten so Energie sparen, die sie sonst für die Bahnänderung verbraucht hätten. Bis es allerdings so weit ist, muss die Laserleistung noch um ein Vielfaches verstärkt werden.