Hochgeschwindigkeitskamera: Bewegungen von 3.350 m/s fotografieren

Das Unternehmen Metrolaser hat ein Zubehör für eine handelsübliche Digitalkamera entwickelt, die damit extrem schnelle Bewegungsvorgänge fotografieren kann. Selbst Objekte, die sich mit 12.000 km/h bewegen, lassen sich damit scharf abbilden.

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Hochgeschwindigkeitsaufnahme von Schrotkugeln
Hochgeschwindigkeitsaufnahme von Schrotkugeln (Bild: Metrolaser)

Das kalifornischen Unternehmen Metrolaser hat eine digitale Version einer Schmierbildkamera oder Streak-Kamera entwickelt. Sie soll Hochgeschwindigkeitskameras ersetzen, die auf analogem Filmmaterial basieren.

Auch die digitale Streak-Kamera setzt auf einen rotierenden Spiegel, um das Bild eines Spaltes über den Sensor laufen zu lassen. Früher lief dieses Bild über einen Film. Dadurch entsteht eine lange, kontinuierliche Aufnahme des Objekts aus einzelnen kleinen Stücken.

Der Auftrag für Metrolaser kam von der US Air Force. Entsprechende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen sind auch in der Materialwissenschaft, bei Rennen und ähnlichen Anwendungsbereichen erforderlich. 

Das neue System basiert ebenfalls auf einem sich bewegenden Galvanometerspiegel, der das Objekt während seiner Bewegung präzise verfolgt und ein Abbild davon auf den Kamerasensor projiziert. Der Kameraverschluss ist während der gesamten Aufnahme geöffnet.

Die digitale Kamera selbst ist eine Standard-DSLR. Dazu kommt ein Blitz.  Gegenüber der Website Phys.org sagte Ingenieur Benjamin Buckner von Metrolaser, dass man letztlich jede aktuelle Kamera zu einer solchen Hochgeschwindigkeitskamera umbauen kann. 

Details zum Aufnahmeprozess wurden in dem wissenschaftlichen Aufsatz "Digital synchroballistic schlieren camera for high-speed photography of bullets and rocket sleds" in der Zeitschrift der Society of Photographic Instrumentation Engineers veröffentlicht. 

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