Hochautomatisiertes Fahren: UN beschließt Vorgaben für Staupiloten

Erstmals ist eine weltweite Regelung für selbstfahrende Autos beschlossen worden. Doch die Funktion ist noch stark eingeschränkt.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Das autonome Fahren auf der Autobahn rückt näher.
Das autonome Fahren auf der Autobahn rückt näher. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Vom kommenden Jahr an könnten erstmals selbstfahrende Serienautos auf deutschen Straßen unterwegs sein. Das Weltforum für die Harmonisierung von Fahrzeugvorschriften beschloss dazu in der vergangenen Woche einen 63-seitigen Regulierungsvorschlag (PDF), der am 1. Januar 2021 in Kraft treten soll. Damit kann ein Fahrzeug bestimmte Fahraufgaben selbstständig übernehmen, ohne dass Fahrer jederzeit das Fahrgeschehen überwachen müssen.

Inhalt:
  1. Hochautomatisiertes Fahren: UN beschließt Vorgaben für Staupiloten
  2. Vorgaben für Cybersicherheit und Software-Updates

Der Einsatzbereich der sogenannten hochautomatisierten Fahrzeuge der Automatisierungsstufe 3 ist jedoch noch stark eingeschränkt. Der automatische Spurhalteassistent darf nur auf autobahnähnlichen Straßen ohne Fußgänger und Fahrradfahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde (km/h) aktiv sein. Daher handelt es sich nicht um einen Autobahnpiloten, sondern lediglich um einen Staupiloten. Die technischen Vorgaben hatte die zuständige UN-Arbeitsgruppe für die automatische Lenkfunktion seit 2015 entwickelt und bereits Ende 2019 weitestgehend festgelegt.

Kein automatischer Spurwechsel

Die Mindestreichweite der Sensoren soll demnach nur 46 Meter betragen. Die sogenannte Übernahmezeit soll mindestens 10 Sekunden dauern. Wenn der Fahrer nach 4 Sekunden noch nicht das Steuer übernommen hat, eskaliert das System die Übernahmeaufforderung, beispielsweise durch kurze Bremsungen, Gurtstraffen oder zusätzliche optische und akustische Warnungen.

Einen automatischen Spurwechsel des Fahrzeugs sieht die Regelung nicht vor. Es gibt lediglich Vorgaben, wie das System auf andere Fahrzeuge reagieren muss, die in die eigene Spur einfädeln oder diese verlassen. Auch bei einem Nothalt darf das Fahrzeug nicht die Markierung der eigenen Spur überfahren und auf den Standstreifen wechseln. Ein solche Notbremsung könnte beispielsweise erforderlich sein, wenn ein Fußgänger unerwartet die Fahrbahn überquert. Die anderen Verkehrsteilnehmer erhalten vom Fahrzeug keine optischen Hinweise, dass der automatisierte Modus aktiv ist.

Fahrer wird überwacht

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Die Fahrzeuge müssen zudem permanent überprüfen, ob der Fahrer im automatisierten Modus in der Lage ist, wieder das Steuer zu übernehmen. Demnach gilt der Fahrer als ausreichend aufmerksam, wenn er in den zurückliegenden 30 Sekunden irgendeine Fahrzeugsteuerung betätigt, bewusst seinen Kopf oder Körper bewegt oder geblinzelt hat und seine Augen nicht längere Zeit geschlossen waren. Registriert das System keine entsprechende Aktivität, soll der Fahrer gewarnt werden.

Solche und viele andere Vorfälle rund um das System sollen durch eine Black Box aufgezeichnet werden.

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Vorgaben für Cybersicherheit und Software-Updates 
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Poison Nuke 14. Jul 2020

dann fährst du aber falsch! Man (ich) kann zügig fahren ohne den Verkehr zu behindern...

ashahaghdsa 02. Jul 2020

Unterschied: Wenn dein Auto die Spur nicht mehr erkennt, schaltet sich das System...

dummzeuch 02. Jul 2020

Ich kann mir vorstellen, dass dann nach einer längeren Fahrt ein Stau zur willkommenen...



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