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Am Meisterstück wird noch geschliffen

Seit meinem Geburtstag vor zwei Jahren baue ich nun an meinem dritten Modell: dem US-Navy-Schoner Enterprise. Statt vorgefertigtem Rumpf heißt es nun: Spanten mit Planken bekleben und nageln, danach glattschleifen. Und dafür wurden neue Werkzeuge fällig: ein Plankenbieger und ein kleiner Hobel.

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Auch hier habe ich erst einmal mit einem ausführlichem Youtube-Studium begonnen. In der Praxis ist der Rumpfbau nicht so schwer - arbeits- und damit zeitintensiv ist er trotzdem. Ansonsten unterscheiden sich die weiteren Arbeitsschritte zum Decks- und Mastaufbau sowie zur Takelage mittlerweile nicht mehr gegenüber dem vorherigen Modell. Der Nachbau der Enterprise ist dabei aufgrund der Größe sogar weniger fummelig und angenehmer zu bauen als das vorherige Exemplar. Mein Ziel ist es, das Modell bis zur Jahresmitte fertigzustellen. Dank Dauer-Homeoffice stehen die Chancen dafür gut.

Der Einstieg und die Kosten fürs Hobby

Es ist empfehlenswert, mit einem anfängerfreundlichen Bausatz europäischer Hersteller zu beginnen. Wichtigstes Kriterium sollte ein vorgefertigter Rumpf sein, bei manchen Modellen sind auch bereits Werkzeuge enthalten. Die Preise für diese Bausätze liegen im Versandhandel bei 50 bis 100 Euro. Ebenfalls im Versandhandel gibt es eine Vielzahl von nützlichen Modellbauwerkzeugen. Eine kleine Holz-Halbrundfeile, eine Pinzette, ein Modellbausäge mit Wechselblättern und ein Handbohrer mit einem Satz Bohrer von 0,5-2 mm Durchmesser sowie ein paar Bögen Sandpapier (60er- & 100er-Körnung) sollten ein Budget von 30 Euro nicht übersteigen. Weißer Holzleim, Sekundenkleber, Lineal und Klammern sind im Haushalt hoffentlich sowieso vorhanden.

  • Die Armada entstand in den letzten vier Jahren. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Mit einem Brief aus China kam auch der Spaß am Bau wieder. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Nur wenige, meist vorgefertigte Teile und eine chinesische Bauanleitung. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das erste Modell (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Das zweite Modell war schon deutlich aufwendiger, besaß aber einen vorgefertigten Rumpf. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Nummer drei ist derzeit noch im Bau. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Bei den Werkzeugen sind keine Grenzen gesetzt, aber selbst mit einer Minimalausstattung kommt ein Bastler auch bei aufwendigeren Modellen schon weit. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Europäische Hersteller legen meist detaillierte Anleitungen bei. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
  • Baupläne in der Modellgröße sind ein Grund, warum dieses Hobby etwas platzintensiv ist. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)
Die Armada entstand in den letzten vier Jahren. (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Angst vor komplizierten Arbeitsschritten muss übrigens niemand haben. Die deutschsprachigen Anleitungen der Bausätze sind üblicherweise kleinschrittig, sehr detailliert und bebildert. Und wie bereits angemerkt, ist auf Youtube eine Vielzahl von Videos zu vielen Baudetails finden - eine Suche wie zum Beispiel nach Wanten knüpfen reicht. Wer ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt, ein Lineal benutzen kann und gewillt ist, Zeit zu investieren, schafft auch sein erstes Schiffsmodell aus Holz.

Das Hobby hat auch Nachteile

Drei gravierende Nachteile des Hobbys sollen nicht verschwiegen werden. Mit Holz zu arbeiten heißt, jede Menge Holzstaub zu produzieren. Selbst scheinbar saubere Tätigkeiten wie Segel nähen und Takelagen knoten enden mit jeder Menge Fadenreste. Während und nach einem Bautag ist Staubsaugen unumgänglich.

Und während das China-Modell noch am Schreibtisch zu bauen war, konnte ich mich bei den beiden nachfolgenden Modellen über meine feste Werkbank glücklich schätzen. Gerade bei großen Modellen kommt noch hinzu, dass die Baupläne sehr groß sind, da sie 1:1 der Modellgröße entsprechen. Daher sollte zum Beispiel genug Fußbodenplatz vorhanden sein, um sie auch ausbreiten zu können.

Zum Schluss soll meine Enterprise auch noch einen würdigen Platz in der Wohnung bekommen. Aufgrund der Größe ist diese Frage aber noch ungeklärt. Ich muss jedenfalls einen Platz finden, an dem sie später keinen Schaden nimmt, wenn eine Bug-Suche mal wieder wie bei Captain Picard zu emotionalen Ausbrüchen führt.

Weitere Hobbys der Golem.de-Redakteure fürs Social Distancing zum Nachlesen:

Segeln auf dem Trockenen
Basteln mit Big-Jim-Figuren
Screenshots vom Sport
Nerf-Gun-Basteleien
Klettern am Biertisch

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 Golem.de-Hobbys für daheim: "Sie haben Ihre Schiffchen kaputt gemacht!"
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Grevier 22. Apr 2020

Versuchs mal mit nem 1-jährigen Kind zu Hause. Da haste dann noch 6-7 Stunden...

am (golem.de) 20. Apr 2020

Wenn wir jetzt wüssten, was du meinst, können wir den Cliffhänger auflösen.

gadthrawn 17. Apr 2020

Also ich hab die immer an der Wand hängen in ner Bauphase...

elgooG 17. Apr 2020

He he...nettes Star Trek Zitat- :-D

countzero 17. Apr 2020

Danke! Jetzt habe ich die letzte halbe Stunde damit verbracht, alte XKCD Comics zu...


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