Trainingsgeräte im Eigenbau

In früheren Jahrzehnten war das Klettertraining gleichbedeutend mit der Ausübung des Sports am Fels, oder im Winter eben in den wenigen engen Kletterhallen. Wirklich ambitionierte Freizeitsportler setzten höchstens noch auf eine Klimmzugstange im Türrahmen oder auf Hanteltraining mit Gewichten.

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Einen Durchbruch bei diesem eher wenig spezifischen Training schaffte der Profi Wolfgang Güllich vor etwa 30 Jahren mit der Entwicklung des Campusboards: eine überhängende Holzplatte mit kleinen, quer verlaufenden Leisten. Güllich trieb das Heimwerken weiter voran und baute sich auch Griffplatten mit kleinen Löchern, mit Platz für höchstens zwei oder gar nur einen Finger.

Inzwischen finden sich das Campusboard und professionell hergestellte Griffbretter wie der Respekt einflößende Beastmaker in jeder der heutzutage zahlreichen Seilkletter- und Boulderhallen. Wie erwähnt haben wir diese Geräte zwar bisher eher ignoriert, liebäugeln nun aber eben mit genau dieser Art Trainingsgerät - aus Mangel an Alternativen. In guter Tradition bauen wir diese aber selbst, schnell in die Halle gehen können wir ja schließlich nicht mehr.

Ein Griffbrett kaufen, das kann jeder - zumal der Beastmaker ohnehin fast schon Standard ist. Die Idee, sich selbst ein Brett für die Finger zu bauen, kam eher spontan, weil der Nachbar seit Wochen an einem Hochbett bastelt. Der Verschnitt reichte für einen ersten Versuch aus. Ein High-End-Griffboard ist es nicht geworden, aber als solches war es auch nicht gedacht.

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Tatsächlich beschränkt sich das Resultat auf einen großen abgeschrägten Block, der links und rechts Erhebungen für vier Finger und auf der Unterseite eine längliche Mulde als Konterpunkt für den Daumen aufweist. Diese Vertiefung war eigentlich als nur eine von mehreren Taschen für zwei bis drei Finger gedacht, Captain-Hook-Griff quasi. Anders als die Oberflächen haben sich die Einschnitte jedoch - trotz oder vielleicht durch - Dremel und Schleifpapier als ziemlich aufwendig erwiesen, weshalb es bei einer Tasche bleibt.

Ohnehin wartet das DIY-Board noch auf seinen Einsatz: Die 70-mm-Schrauben samt Unterlegscheiben und Dübeln sind zwar vorhanden, es stellt sich aber die Frage des Anbringungsortes. Denn so schön ein Altbau mit hohen Decken auch sein mag, längst nicht alle Wände mit Türen wurden tragend konzipiert. Daher muss im wahrsten Sinne des Wortes die Wohnung abgeklopft werden, um zu sehen, wo das Board schlussendlich montiert wird ... denn eine schwere Platte zum Kontern auf der anderen Seite der Wand war nicht Sinn der Sache.

Diese eher spezielle Art des Kletterns, wie wir es zurzeit betreiben, ist sicher auch nicht im Sinne der Erfinder, denen es um das Erklimmen von Gipfeln ging. Aber irgendetwas müssen wir ja machen, um unserer Leidenschaft nachgehen zu können - und damit wir nach Aufhebung der Beschränkungen nicht einfach wieder von der Wand abfallen.

Disclaimer: Bei der Verwendung eines Campus- und Griffboards ist im Besonderen darauf zu achten, dass es bei Anfängern zu Verletzungen der Finger, vor allem der Ringbänder, und der Schultern kommen kann. Die Verwendung von Möbelstücken, Tischen und Ähnlichem kann ohne Sicherung wie Matten ebenso zu Verletzungen führen.

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