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HNF-Nicolai SD1 Urban: Mit dem Pendelec ins Büro

Täglich 60 Kilometer radeln, bei Hitze, Regen und im Berufsverkehr. Das sollte mit einem Pedelec auch ein untrainierter Golem.de-Redakteur schaffen. Wir haben einen Selbstversuch gestartet und dabei viel gelernt.

Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf veröffentlicht am
Über 300 km in einer Woche - wir sind mit dem SD1 Urban gependelt.
Über 300 km in einer Woche - wir sind mit dem SD1 Urban gependelt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Jeden Morgen und jeden Abend laufe ich eine Stunde lang Gefahr, den Stresspegel eines Kampfpiloten zu erreichen. So lange dauert mein Arbeitsweg von Potsdam nach Berlin-Mitte mit der S-Bahn. Mein Blutdruck steigt, wenn der Zug sich mal wieder in Schrittgeschwindigkeit durch die Stadt bewegt, wenn Radaubrüder - mit und ohne Instrumente, nüchtern oder angetütert - mitfahren, wenn die Fahrzeiten ohne Ankündigung mit sofortiger Wirkung von einem Zufallsgenerator bestimmt werden oder wenn ich mich mit sommerlich-verschwitzten Leuten drängele.

Inhalt:
  1. HNF-Nicolai SD1 Urban: Mit dem Pendelec ins Büro
  2. Fast ein Fahrrad
  3. Riemen statt Kette
  4. Bio-Bike vs. Pedelec
  5. Ausprobieren lohnt sich

Den Vergleich mit den Kampfpiloten entnehme ich einem Interview mit einem britischen Psychologen. Er hat eine Studie durchgeführt, die zu dem Ergebnis kommt, dass Pendler ähnlich hohe Stresspegel entwickeln wie ebenjene Flieger. Dieselbe Studie betont aber auch die Stressverringerung durch Fahrradfahren. Also raus aus dem Pilotensitz und auf den Sattel! Ich werde fünf Tage lang die knapp 30 Kilometer in die Redaktion per Pedelec zurücklegen. Ich scheue weder Hitze noch Regen noch den direkten Vergleich mit einem Sportradler - und finde dabei heraus, was mein perfektes Pedelec haben sollte.

Nach ein paar Versuchen mit Leih-Pedelecs und dem für meine Ansprüche doch zu minimalistischen Cowboy habe ich mir ein Rad von HNF-Nicolai ausgesucht. Der deutsche Hersteller wirbt mit hochwertigen Komponenten und damit, dass nicht einfach ein Motor an ein normales Fahrrad geflanscht wird. Außerdem praktisch: Er sitzt fast nebenan von Berlin in Biesenthal. Ich kann also mein Pedelec namens SD1 Urban morgens von dort abholen und danach damit ins Büro fahren. Zur Auswahl stand auch noch das MD1 Men, das die ganglose Schaltung NuVinci N380SE und eine Federgabel hat. Ersteres bedeutet, dass man sehr flexibel die Übersetzung wechseln kann, ohne die Antrittskraft zurückzunehmen, zweiteres ein angenehmeres Fahren auf unebenen Wegen.

Mein SD1 Urban hat hingegen eine normale 8-Gang-Nabenschaltung und eine starre Gabel. Dafür, so sagt mir der Mitarbeiter von HNF-Nicolai, ist bei mir der verbaute Antrieb besser für Fahrradfahrer, die nicht nur motorunterstützt fahren wollen. Die verschiedenen Mittelmotorenlinien von Bosch unterscheiden sich ansonsten vor allem im Drehmoment. Als Faustregel gilt: Je höher der Wert in Newtonmeter (Nm), desto stärker unterstützt das Rad den Radler. Mein Modell liegt mit 50 Nm im mittleren Bereich der Skala, steile Anstiege oder Kavalierstarts fallen also aus. Die Leistung wird durch vier Modi dosiert: Eco, Tour, Sport und Turbo. Mein Active Line Plus hat einen wesentlich geringeren Tretwiderstand als andere Motoren, wenn schneller als 25 km/h oder bei ausgeschalteter Unterstützung gefahren wird.

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Dass das entscheidend sein wird, fällt mir auf, als ich mich auf das Pedelec setze und meine erste Fahrt von Biesenthal nach Berlin-Mitte antrete.

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Fast ein Fahrrad 
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bla 20. Jul 2019

ist es viel entspannter, wenn man den Bremer Weg nimmt. Die Fahrbahn ist dort auch viel...

plutoniumsulfat 12. Jul 2019

Man siehts doch oben in der Statistik schon: In zwei Drittel der Fälle legt sich der...

Skaarah 09. Jul 2019

Wie kein Stau? Wenn du von Motorrad sprichst, dann meinst du mit Sicherheit eines mit...

weberjn 09. Jul 2019

Wir testen den neuen Server schließlich auch nicht im idle-Betrieb.

0xDEADC0DE 08. Jul 2019

Üblicherweise sind das unter 2 kg an Mehrgewicht, nicht der Rede wert. Wenn man den...


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