Fast ein Fahrrad

Als Pedelec-Fahrer muss ich keine besonderen Vorkehrungen treffen, es gelten die Regeln der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) für Radler. Demzufolge gibt es auch keine Helmpflicht, ich setze vor Fahrtantritt dennoch lieber einen auf - besser albern aussehen und gesund als cool und mit offenem Schädel, denke ich mir. Auf den ersten Metern merke ich bereits, dass mich der Motor kraftvoll unterstützt. Ich muss aber immer erst ein paar Runden mit der Pedale treten, bis er einsetzt.

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Die ersten Kilometer geht es auf einem glatten Fahrradweg durchs schöne Barnimer Land. Als ich in etwas urbanere Umgebungen komme, fällt mir schmerzlich auf, dass dem SD 1 Urban die Federgabel fehlt. Bei Geschwindigkeiten ab 20 km/h rüttelt das Rad mitunter ordentlich an meinen Händen. Die verbauten Ledergriffe sind da nicht hilfreich. Mehrmals denke ich, dass ich bei Unebenheiten abrutsche, auch vermisse ich die Ballenablagen, die mein privates Rad hat. Ein richtiger Gepäckträger wäre auch schön gewesen, aber ich habe ja Fahrradtaschen, die sich problemlos an den Seitenstreben der Schutzbleche anbringen lassen.

Andererseits freue ich mich, dass ich erstmals ein Rad mit einem Active-Line-Motor fahren kann. Der Unterschied ist gravierend. Bei all meinen Pedelec-Ausflügen hatte ich bisher beim Überschreiten der gesetzlich festgelegten 25er-Grenze das Gefühl, in einen Kartoffelsack zu treten. Nicht so beim SD1 Urban: Hier geht es fröhlich und unbeschwert weiter. 27, 28, 30 km/h - kein Problem. Zur Probe deaktiviere ich die Unterstützung und komme sofort ins Schwitzen. Dann fällt mir ein, dass ich im 8. Gang fahre. Ich schalte in den meiner Fitness eher entsprechenden 4. herunter - und siehe da, es fühlt sich fast wie ein normales Fahrrad an. Warum nur fast? Weil es mit einem Gewicht von 21 Kilogramm um einiges schwerer ist als mein Stadtrad. Das macht sich auch beim Bremsen bemerkbar, deswegen ist es mit hochwertigen Scheibenbremsen ausgestattet.

  • Das SD1 Urban sieht auf den ersten Blick nicht nach Pedelec aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die verbauten Komponenten wie die Supernova-Leuchte ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und die Ledergriffe sind hochwertig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Bordcomputer ist fest installiert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die 8-Gang-Nabenschaltung ist eine konventionelle Shimano Alfine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Bosch Active Plus Gen3 ist definitiv das Highlight des Rades. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Er wird von einem wechselbaren Bosch-Intube-Akkupack mit 500 Wh gespeist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Magura-MT4-Bremsen sind zuverlässig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wartungsarm: Der Gates Carbon Drive Belt 122T hält wesentlich länger als jede Kette. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch das Rücklicht ist von Supernova. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wir fanden den Brooks-Sattel bei schlechtem Wetter eher unpraktisch, aber gut aussehen tut er trotzdem. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf beiden Seiten des Hinterrades ist Platz für Fahrradtaschen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Abgesehen von den Lederelementen ist das SD1 Urban komplett wetterfest. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das SD1 Urban sieht auf den ersten Blick nicht nach Pedelec aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ich komme nach knapp zwei Stunden wohlbehalten und entspannt ins Büro. Ein Blick auf den fest installierten Tacho sagt mir, dass ich über 40 Kilometer hinter mich gebracht habe und damit erst die Hälfte des großzügig ausgelegten 500-Wattstunden-Akkus aufgebraucht ist. Ich schließe das Pedelec trotzdem vorsichtshalber an den Strom an. Das kann über das mitgelieferte Netzteil unten am Rahmen oder nach Herausnehmen direkt am Akku erledigt werden. Ist das Rad leergefahren, beträgt die Ladezeit ungefähr viereinhalb Stunden. Der Reichweitenrechner des Herstellers gibt je nach Fahrweise und Strecke bis zu 100 Kilometer an. Realistisch sind bei mir gut 80, wie ich in den kommenden Tagen feststelle. Ein Akkutausch kostet rund 800 Euro und ist je nach Beanspruchung nach spätestens acht Jahren fällig.

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 HNF-Nicolai SD1 Urban: Mit dem Pendelec ins BüroRiemen statt Kette 
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bla 20. Jul 2019

ist es viel entspannter, wenn man den Bremer Weg nimmt. Die Fahrbahn ist dort auch viel...

plutoniumsulfat 12. Jul 2019

Man siehts doch oben in der Statistik schon: In zwei Drittel der Fälle legt sich der...

Skaarah 09. Jul 2019

Wie kein Stau? Wenn du von Motorrad sprichst, dann meinst du mit Sicherheit eines mit...

weberjn 09. Jul 2019

Wir testen den neuen Server schließlich auch nicht im idle-Betrieb.

0xDEADC0DE 08. Jul 2019

Üblicherweise sind das unter 2 kg an Mehrgewicht, nicht der Rede wert. Wenn man den...



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