HLRS Hawk: Deutschlands schnellster Supercomputer läuft

26 Petaflops für das Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS) der Universität Stuttgart: Der Hawk ist der leistungsstärkste Supercomputer in Deutschland, er basiert auf über 10.000 von AMDs 64-kernigen Epyc-7002-CPUs.

Artikel veröffentlicht am ,
Hawk-Supercomputer
Hawk-Supercomputer (Bild: HLRS)

Der Hawk, zu deutsch Falke, wird in Betrieb genommen: Das Höchstleistungsrechenzentrum (HLRS) der Universität Stuttgart feiert am heutigen 19.02.2020 den Betriebsstart des deutschen Supercomputers, der mit theoretisch 26 Petaflops und 24 Linpack-Petaflops dann das derzeit schnellste System in Deutschland darstellen und den fünften Platz in der Top-500-Liste der weltweit leistungsfähigsten Supercomputer einnehmen wird.

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiterin / Sachbearbeiter IT-Koordination (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Berlin
  2. Software Support Specialist 2nd Level(m/w/d)
    GK Software SE, Schöneck/Vogtland, Hamburg, St. Ingbert, Pilsen (Tschechien)
Detailsuche

Technische Basis des Hawk ist HPEs Apollo 9000: Das System basiert rein auf CPUs und verwendet keine Beschleunigerkarten wie Nvidias Tesla. Stattdessen verbaut das HLRS insgesamt 11.264 wassergekühlte Prozessoren, jeder Knoten weist zwei Epyc 7742 mit 64 Kernen und 2,25 GHz Takt auf. Über alle Nodes hinweg verwenden die Betreiber zudem 90.112 DDR4-Speichermodule, was insgesamt in einer RAM-Kapazität von rund 1,44 Petabyte resultiert.

Die Knoten werden per Infiniband HDR200 verknüpft, auch die Storage-Lösungen sind so mit eingebunden. Hier verwendet das HLRS die DDN Exascaler mit Infinite Memory Engine von HPE, weshalb auf eine Festplattenkapazität von 25 Petabyte zusätzlich 64 TByte Flash-Speicher kommt. Der Hawk kostete ungefähr 38 Millionen Euro, die Kosten wurden vom Bundesland Baden-Württemberg und dem Bund jeweils hälftig getragen.

Im regulären Betrieb soll der Hawk ungefähr 3,5 Megawatt benötigen und bei der Durchführung des Linpack-Benchmarks etwa 4,1 Megawatt. Hier erzielt der Supercomputer eine Rechengeschwindigkeit von 24 Petaflops bei doppelter Genauigkeit (FP64). Bisher schnellstes System war der SuperMUC-NG am Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München. Er basiert auf 24-kernigen Xeon Platinum 8174 und hat mit 26,87 Petaflops theoretisch mehr Performance als der Hawk. Der Linpack-Wert liegt mit 19,48 Petaflops allerdings unter dem des HLRS Hawk.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Das Höchstleistungsrechenzentrum in Stuttgart wird den Hawk für Berechnungen im akademischen, industriellen und wissenschaftlichen Bereich einsetzen. Das HLRS nennt in diesem Kontext unter anderem Big Data, künstliche Intelligenz und Simulationswissenschaft. Als Beispiele werden die Energie-Effizienz von Windrädern, die Optimierung von Kraftwerken, die Interaktion von regionalen und globalen Klimamodellen, die Erforschung von Pandemien und Migration, eine verbesserte Aerodynamik für Fahr- und Flugzeuge sowie deren Lärmemission zu ermitteln aufgeführt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


R_Steele 20. Feb 2020

Hawk wurde für seine Benutzer beschafft, nicht um in einer Liste mit aller Gewalt auf...

R_Steele 20. Feb 2020

2012 Hermit 2014 Hornet (eats Hermits) 2015 Hazel Hen (eats Hornets) 2020 Hawk (eats...

R_Steele 20. Feb 2020

Es sind 660 TB. Die 64 TB sind falsch.

Ach 20. Feb 2020

Einen Zusammenhang zwischen aktiven Cores und der Cache Größe ist mehr als naheliegend...

steffenmitf 20. Feb 2020

AMD sowie HPE wollten das Projekt unbedingt durchführen. Für HPE ist das nach der...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Elite 3 und Studio Buds im Test
Jabra deklassiert doppelt so teure Beats-Stöpsel

Können 80 Euro teure Bluetooth-Hörstöpsel Konkurrenten für 150 Euro schlagen? Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht.
Ein Test von Ingo Pakalski

Elite 3 und Studio Buds im Test: Jabra deklassiert doppelt so teure Beats-Stöpsel
Artikel
  1. iPhone 13: Neue Benchmark-Ergebnisse für Apples A15 Bionic
    iPhone 13
    Neue Benchmark-Ergebnisse für Apples A15 Bionic

    Ergebnisse des Geekbench-Benchmarks zeigen, dass das iPhone 13 Pro wie erwartet im GPU-Bereich deutlich zugelegt hat.

  2. Polyphony Digital: Kampagne von Gran Turimso 7 braucht Internetverbindung
    Polyphony Digital
    Kampagne von Gran Turimso 7 braucht Internetverbindung

    Trotz schlechter Erfahrungen mit Driveclub und gerade erst mit MLB The Show 21: Die Kampagne von Gran Turismo 7 braucht Serverzugang.

  3. Trumpf und Q.ant: Quantencomputer-Chips made in Germany
    Trumpf und Q.ant
    "Quantencomputer-Chips made in Germany"

    Mehrere Millionen Euro werden in die Entwicklung von Photonik-Chips gesteckt. Die sollen Quantencomputer ins Rechenzentrum bringen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD (u. a. Zombieland 1 & 2 29,99€) • Alternate (u. a. Netgear-Repeater 26,90€) • iPhone 12 Pro 256GB 989€ • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /