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Hitzeprobleme beim ROG Zephyrus M16: Flüssigmetall soll Asus-Notebook beschädigt haben

Ein Besitzer eines Asus Zephyrus M16 berichtet von Verfärbungen am Kühler seines Gaming-Notebooks. Er führt das auf Flüssigmetall zurück.
/ Mike Faust
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Der Reddit-User Nicknickmeetnick zeigt Fotos seines korrodierten Kühlsystems. (Bild: Reddit / nicknickmeetnick)
Der Reddit-User Nicknickmeetnick zeigt Fotos seines korrodierten Kühlsystems. Bild: Reddit / nicknickmeetnick

Ein Besitzer eines ROG Zephyrus M16 mit Intel Core i9-12900H hat das werkseitige Flüssigmetall zur Wärmeableitung durch herkömmliche Wärmeleitpaste ersetzt und damit die zunehmende Hitzeentwicklung und dadurch bedingte Abstürze seines Notebooks beseitigt.

Wie die Person mit dem Nutzernamen Nicknickmeetnick in einem Reddit-Beitrag berichtet(öffnet im neuen Fenster), stellte er nach dem Öffnen des rund dreieinhalb Jahre alten Notebooks sichtbare Verfärbungen fest. Diese führt er auf abrasive Chemikalien zurück, die Asus angeblich in dem Flüssigmetall verwendet hat.

Dass Asus bei diesem Modell Flüssigmetall verwendet, ist bekannt. Der Hersteller setzt diese beim Zephyrus M16 von 2022 auf der CPU ein, während für die GPU klassische Wärmeleitpaste genutzt wird. Ob Asus beim Flüssigmetall wirklich Zusätze verwendet, ist allerdings nicht bekannt.

Gallium reagiert stark mit Aluminium

Technisch plausibler ist eine Reaktion des galliumhaltigen Flüssigmetalls mit der Kühleroberfläche. Gallium reagiert stark mit Aluminium und kann auch in Kupfer diffundieren beziehungsweise dort intermetallische Verbindungen bilden. Nickelbeschichtungen reduzieren diesen Effekt.

Die beobachteten Verfärbungen müssen allerdings nicht automatisch bedeuten, dass der Kühler defekt ist. Auch, dass der Silizium-Die der CPU durch das Flüssigmetall korrodiert sein könnte, ist unwahrscheinlich. Der Materialhersteller Indium nennt direkte Siliziumoberflächen ausdrücklich als üblichen und kompatiblen Einsatzfall für galliumbasierte Wärmeleitmaterialien.

Kein Konstruktionsfehler beim M16 bekannt

Hitzeprobleme beim M16 sind jedoch kein Einzelfall, da andere Besitzer seit Jahren von trockenen Stellen oder ungleichmäßig verteiltem Flüssigmetall berichten. Nach der Neuverteilung beziehungsweise dem Austausch sanken bei einigen die Temperaturen deutlich. Auch im offiziellen Asus-Forum gibt es entsprechende Berichte. Daraus lässt sich jedoch weder die Häufigkeit bestimmen noch ein genereller Konstruktionsfehler ableiten.

Asus hat bislang keinen Serienfehler oder Rückruf des Zephyrus M16 wegen des Flüssigmetalls bekanntgegeben. Flüssigmetall selbst auszutauschen, ist zudem riskant: Es ist elektrisch leitfähig und kann bei Kontakt mit Bauteilen auf dem Mainboard Kurzschlüsse verursachen.


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