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Hitze: TU Dresden will Gebäude mit Nebelduschen abkühlen

Ein Forschungsprojekt an der TU Dresden will mithilfe von im Hof aufgestellten Nebelduschen bei Sommerhitze Gebäude kühlen.
/ Tobias Költzsch und dpa
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Stadtbewohner leiden bei Hitzewellen besonders - wie etwa in Lyon Ende Mai 2026. (Bild: Jeff PACHOUD / AFP via Getty Images)
Stadtbewohner leiden bei Hitzewellen besonders - wie etwa in Lyon Ende Mai 2026. Bild: Jeff PACHOUD / AFP via Getty Images

Forscher der Technischen Universität Dresden untersuchen die Wirkung von Wassernebel gegen Hitze. Pünktlich mit dem Auftreten hochsommerlicher Temperaturen hat jetzt die zweite Untersuchungsperiode des Forschungsprojekts "Kühlpotenzial wasserbasierter Zerstäubungssysteme(öffnet im neuen Fenster)" begonnen.

Gemeint sind sogenannte Nebelduschen, die aus feinen Düsen einen Wasserstrahl zerstäuben. In Dresden sind an dem Projekt Professuren für Landschaftsbau, Wasserbau, Meteorologie und Siedlungswasserwirtschaft beteiligt.

"Im Projekt wird die mikroklimatische Wirkung von Wassernebel im Außenraum untersucht und Hinweise zum gezielten Einsatz von Zerstäubungssystemen erarbeitet", heißt es in einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur. Die Hitzebelastung in Städten erfordere einen zunehmend hohen Aufwand für die Gebäudekühlung.

Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad Celsius bringen kaum Abkühlung

"In Tropennächten kühlen Räume kaum ab, Arbeitsplätze sind nur eingeschränkt nutzbar und auch im urbanen Freiraum sind kühle Oasen rar", teilten die Forscher in der Projektbeschreibung mit. Besonders betroffen seien Blockstrukturen als typisches urbanes Wohn- und Arbeitsumfeld.

Nach Angaben der Wissenschaftler tragen die dortigen Höfe wegen Hitzestau und eingeschränkter nächtlicher Abstrahlung kaum zu natürlicher Kühlung bei. Deshalb untersuche man die Anwendung von Wasserzerstäubern. Da ihr Betrieb zusätzliches Trinkwasser verbrauchen würde, konzipiere man die Aufbereitung und Speicherung von Regenwasser. "Es soll eine gesteuerte Verwendung des Wassers zur Verdunstung im Sommer und zur Grundwasserneubildung in kühleren Monaten möglich sein."

Interessenten können sich die Forschungsanlage selbst anschauen und die Wirkung ausprobieren. Die Anlagen sollen an heißen Tagen mit mehr als 27 Grad Celsius zwischen 10 und 17 Uhr in Betrieb sein. Die Nebelduschen sind im Innenhof des Chemie-Baus am TU-Hauptcampus, um den Innenhof des Atriums am Rosengarten und um den Innenhof des Medizinisch-Theoretischen Zentrums (MTZ) am Universitätsklinikum verbaut.


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