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Hitze in Europa: Rumänisches AKW bekommt Hilfe vom Militär

Durch die Sprengung einer Engstelle an der Donau soll die Wasserzufuhr für die Kühlung der Kernreaktoren sichergestellt werden.
/ Mario Petzold
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Die rumänische Marine versucht, einen Felsen an der Donau zu sprengen, um die Wasserströmung zu ändern. (Bild: Inquam Photos via Reuters/George Calin)
Die rumänische Marine versucht, einen Felsen an der Donau zu sprengen, um die Wasserströmung zu ändern. Bild: Inquam Photos via Reuters/George Calin

Wie das rumänische Nachrichtenportal Adevarul(öffnet im neuen Fenster) berichtet, hat die Marine mit 180 kg Sprengstoff einen Fels in der Donau gesprengt. Es war bereits der dritte Versuch seit Sonntag, nachdem erst mit 30 kg, dann mit 100 kg Sprengstoff gearbeitet worden war.

Dadurch soll die Wassermenge, die dem Kernkraftwerk Cernavodă(öffnet im neuen Fenster) zur Kühlung zur Verfügung steht, wieder erhöht werden. Andernfalls drohe in Kürze eine komplette Abschaltung des AKWs.

Die Donau führt derzeit nur ein Drittel der Wassermenge, die im Durchschnitt im Juli gemessen wird. Das sind zwar immer noch 1.500 Kubikmeter pro Sekunde, aber der Pegel des Flusses ist entscheidend gefallen.

Europaweit gibt es Kühlungsprobleme

Das AKW liegt nicht direkt an der Donau, sondern an einem Seitenarm, der durch den niedrigen Wasserstand kaum noch Wasser erhält. Durch die Sprengung des Felsens soll der Wasserdurchfluss wiederhergestellt werden.

Dass der Felsen mittlerweile gesprengt ist, hätten Taucher bestätigt. Die Überreste sollen mit Kränen und Baggern entfernt werden. Ob dies ausreicht, um genügend Kühlwasser bereitzustellen, muss sich aber erst noch zeigen. Laut des rumänischen Verteidigungsministers Radu Miruță hätte die Operation weniger gekostet als das Abschalten des Kraftwerks für nur einen Tag.

Das Problem der fehlenden Kühlung beschränkt sich dabei nicht nur auf Osteuropa, wo aktuell besonders hohe Temperaturen herrschen. Auch in Frankreich musste die Leistung der Atomkraftwerke(öffnet im neuen Fenster) zuletzt häufiger reduziert werden. Die besonders hitzegefährdeten Atomkraftwerke entlang der Rhone hatten in den besonders heißen Wochen Ende Juni und Anfang Juli zwischen einem Drittel und der Hälfte ihrer üblichen Leistung. Entsprechend verdreifachte sich in Frankreich der Strompreis im Tagesdurchschnitt gegenüber dem Mai.


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