Kampfeinsätze bestätigen die Wirksamkeit
Der operative Einsatz begann im November 2023 gegen eine Houthi-Ghadr-110-Rakete Richtung Eilat und markiert den historisch ersten exoatmosphärischen Abfang in einem Konflikt.
Beim iranischen Massenangriff im April 2024(öffnet im neuen Fenster) mit 120 ballistische Raketen, 170 Drohnen und 30 Marschflugkörpern erreichte das israelische Gesamtsystem eine Abfangrate von 99 Prozent, unterstützt von den USA, von Großbritannien, Frankreich und Jordanien. Der Angriff im Oktober 2024 mit rund 180 Raketen offenbarte jedoch Grenzen: Einige Raketen durchbrachen die Verteidigung und trafen die Nevatim Air Force Base.
Im Juni 2025 während des Zwölf-Tage-Kriegs feuerte Iran über 370 Raketen(öffnet im neuen Fenster) . Videoanalysen zufolge wurden dabei 34 Abfangraketen vom Typ Arrow 3 und neun vom Typ Arrow 2 eingesetzt(öffnet im neuen Fenster) – mit einer geschätzten Gesamtabfangrate von 86 Prozent. Berichte deuten zunehmende Munitionsknappheit an: Beim aktuellen Angriffsrhythmus könnte Israel zehn bis zwölf Tage durchhalten.
Deutschland als erster europäischer Betreiber
Deutschland hat im Mai 2025 bereits Interesse an der nächsten Generation Arrow 4 bekundet(öffnet im neuen Fenster) . Das System wird in die European Sky Shield Initiative (ESSI) integriert, der 24 NATO-Staaten angehören. Weitere potenzielle Kunden sind Griechenland, die Golfstaaten sowie Japan, Südkorea und Indien. Jeder Export bedarf der Genehmigung der US-Regierung.
Die Kampfeinsätze zwischen 2023 und 2025 bestätigten hohe Abfangraten, offenbarten aber auch Verwundbarkeiten bei Sättigungsangriffen.
In den kommenden Monaten und Jahren werden weitere Einsatzstellungen von Arrow 3 in Deutschland aufgebaut. Neue Standorte in Schleswig-Holstein und Bayern sind geplant.
Die vollständige Einsatzbereitschaft wird ab 2030 erwartet. Auch die Integration in die NATO-Luftverteidigung steht noch aus.