Historischer Computer: Enkel findet LGP-30 in Opas Keller
Im Keller seines Großvaters hat ein deutscher Reddit-Nutzer eigenen Angaben zufolge einen seltenen Fund gemacht(öffnet im neuen Fenster): einen LGP-30 aus den 1950er Jahren. Der Rechner galt zur damaligen Zeit als kompakt und erschwinglich, ist aus heutiger Sicht aber riesig.
Der LGP-30 ist bestückt mit über 100 Röhren und ungefähr 700 Germaniumdioden; Transistoren hat das Gerät noch nicht. Die CPU hat 15 Flip-Flops, der Trommelspeicher kann insgesamt 4.096 Wörter speichern. Der Rechner kam im Jahr 1956 auf den Markt und kostete damals 47.000 US-Dollar; inflationsbereinigt wären das heute 515.000 US-Dollar.
Der LGP-30 aus Opas Keller kommt komplett mit Lochstreifenstanzer und -abtaster sowie einem Flexowriter als Eingabegerät. Dem Finder zufolge führte sein Großvater in den 1960er Jahren mit dem Computer Berechnungen für den Tiefbau durch und besaß ihn privat. In den meisten Fällen befanden sich derartige Geräte im Besitz von Forschungseinrichtungen.
Modell dank speziellem Markennamen besonders selten
Ein Leser des Reddit-Threads wies darauf hin, dass das gefundene Modell ein Eurocomp-Branding hat. Von diesen Modellen soll es insgesamt nur 45 Maschinen gegeben haben. Heute befinden sich einige LGP-30 in Computermuseen, unter anderem im Computer History Museum im Silicon Valley und im Computermuseum der Universität Stuttgart.

Der LGP-30 in Stuttgart ist voll funktionsfähig, wie Golem.de sich einst eindrucksvoll anschauen konnte. Der vom Reddit-Nutzer gefundene Computer hingegen muss überholt werden. Eigenen Angaben zufolge hat der Nutzer bereits mit einem Museum in Deutschland Kontakt aufgenommen – denkbar ist, dass es sich dabei um das Computermuseum Stuttgart handelt.
Im Keller fanden sich noch weitere Computer, etwa mehrere PDP 8/e.
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