• IT-Karriere:
  • Services:

Hisilicon: Huawei-Chipsparten-Chefin nennt Boykott durch USA verrückt

Die Chefin von Huaweis Chipentwickler Hisilicon erklärt die US-Regierung, konkret die Lizenzpläne des US-Handelsministeriums, für verrückt. Jetzt werde der lange vorbereitete Plan A umgesetzt.

Artikel veröffentlicht am , /
Teresa He Tingbo, President der Chipsparte Hisilicon von Huawei
Teresa He Tingbo, President der Chipsparte Hisilicon von Huawei (Bild: Huawei)

Huawei ist auf einen Ausschluss von US-Technologie vorbereitet und wird jetzt entsprechende Pläne zur Reaktion aktivieren. Das erklärte Teresa He Tingbo, President der Chipsparte Hisilicon von Huawei, in einem Memo an die Beschäftigten, das der South China Mornig Post vorliegt. "Alle Ersatzräder, die wir gebaut haben, haben sich über Nacht in einen Plan A verwandelt."

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Amstetten (Österreich)
  2. Actian Germany GmbH, Hamburg

Der Backup-Plan werde angewandt, um "die strategische Sicherheit für die meisten Produkte des Unternehmens und die kontinuierliche Versorgung mit den meisten Produkten zu gewährleisten".

Das US-Handelsministerium hatte nach einem Dekret von US-Präsident Donald Trump erklärt, dass US-Firmen, die Technologie an Huawei verkaufen oder transferieren, dafür künftig eine Lizenz benötigen - die Experten zufolge höchstwahrscheinlich nicht erteilt wird.

Huawei, der führende Telekommunikationsausrüster und zweitgrößte Smartphoneanbieter, hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben elf Milliarden US-Dollar für Komponenten aus den USA ausgegeben. Huawei nutzt für Smartphones Technologie von Qualcomm und Broadcom, Prozessoren von Intel für Mobilfunksendeanlagen (Radio) und Software von Oracle.

Huawei kauft SoCs bei Qualcomm

Huawei kauft SoCs bei Qualcomm, die Kirin-Chips samt LTE- und 5G-Modem für Highend-Smartphones hingegen werden selbst entwickelt und von TSMC produziert. Es gibt zudem eine Vereinbarung mit dem US-Konzern wegen Modems, darin enthalten ist eine Lizenzzahlung von 150 Millionen US-Dollar durch Huawei, die jedes Quartal seit Herbst 2018 fällig wird. Intel-Prozessoren müsste Huawei durch ARM-basierte CPUs ersetzen oder etwas komplett anderes einsetzen.

Huaweis Smartphones laufen seit dem ersten Modell mit Android, worauf eine eigene Benutzeroberfläche installiert ist, doch hier entwickelte Huawei eigene Betriebssysteme. Seit kurzem stellt Huawei auch Notebooks her, die mit Windows 10 ausgeliefert werden und Qualcomm-Chips nutzen. Für Microsofts Betriebssystem hat Huawei eigenen Angaben zufolge eine Alternative.

Die Chefin von Hisilicon beschrieb den US-Plan als eine "verrückte Entscheidung". Die USA hätten das technische und industrielle System der globalen Zusammenarbeit "gnadenlos unterbrochen" und Huawei ohne fundierte Grundlage auf die Entity-Liste gesetzt. Vergangenes Jahr habe HiSilicon Chips im Wert von mehr als 7,5 Milliarden US-Dollar produziert, sagte der rotierende Vorsitzende Eric Xu der Nachrichtenagentur Reuters.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 27,90€
  2. 349,00€
  3. (aktuell u. a. Deepcool Castle 240EX Wasserkühlung für 109,90€, Asus VG248QZ LED-Monitor 169...
  4. (u. a.Battlefield V für 21,49€ und Star Wars Jedi: Fallen Order für 52,99€)

DooMMasteR 20. Mai 2019

Steht nicht drauf :-P Sry aber aktuell sehe ich im Bezug auf die USA alle als...

Trollversteher 19. Mai 2019

Eben. Japan hat es damals nach dem 2. Weltkrieg vorgemacht, nur haben die ihre Leute zum...

Trollversteher 19. Mai 2019

Ich frage mich, wie man auf so einen Unsinn kommt? Vor 10-15 Jahren stehen geblieben und...

Trollversteher 19. Mai 2019

Wo warst Du in den letzten 15 Jahren? Isoliert von allen Medien in einer Einsiedler...

pitsch 19. Mai 2019

dies ist ca. die 7 backdoor in the letzen jahren. oder sollte man es eher inoffizielles...


Folgen Sie uns
       


Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor

Rund 20 Jahre Erfahrung als Manager und Mitglied der Geschäftsleitung im internationalen Kontext sowie als Berater sind die Basis seiner Trainings. Der Diplom-Ingenieur Stefan Bayer hat als Mitarbeiter der ersten Stunde bei Amazon.de den Servicegedanken in der kompletten Supply Chain in Deutschland entscheidend mitgeprägt und bis zu 4.500 Menschen geführt. Er ist als Trainer und Coach spezialisiert auf die Begleitung von Führungskräften und Management-Teams sowie auf prozessorientierte Trainings.

Golem-Akademie - Trainer Stefan stellt sich vor Video aufrufen
Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


    Definitive Editon angespielt: Das Age of Empires 2 für Könige
    Definitive Editon angespielt
    Das Age of Empires 2 für Könige

    Die 27 Einzelspielerkampagnen sollen für rund 200 Stunden Beschäftigung sorgen, dazu kommen Verbesserungen bei der Grafik und Bedienung sowie eine von Grund auf neu programmierte Gegner- oder Begleit-KI: Die Definitive Edition von Age of Empires 2 ist erhältlich.

    1. Microsoft Age of Empires 4 schickt Spieler ins Mittelalter

      •  /