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Hirnimplantate: Neuralink erhält Genehmigung für erste Menschenversuche

Das Neurotechnologie-Unternehmen von Elon Musk sucht Probanden für die ersten Menschenversuche mit seinen experimentellen Hirnimplantaten.
/ Andreas Donath
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Drähte werden gezielt von einem Roboter implantiert, um keine Adern zu treffen. (Bild: Neuralink / Screenshot (Golem.de))
Drähte werden gezielt von einem Roboter implantiert, um keine Adern zu treffen. Bild: Neuralink / Screenshot (Golem.de)

Das Neurotechnologie-Unternehmen Neuralink teilt mit(öffnet im neuen Fenster) , ein unabhängiges Gremium (Institutional Review Board) habe die Durchführung von Tests an Menschen, die aufgrund von Rückenmarksverletzungen gelähmt sind, genehmigt. Nun sucht die unter anderem von Elon Musk gegründete Firma Teilnehmer für die erste klinische Studie.

Studie konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit

Diese soll die Sicherheit und Wirksamkeit der drahtlosen Gehirn-Computer-Schnittstelle von Neuralink untersuchen. Im Verlauf der Studie wird ein chirurgischer Roboter namens R1 ultrafeine, flexible Fäden in eine Gehirnregion implantieren, die für die Steuerung von Bewegungen verantwortlich ist.

Sie werden an einen Transmitter angeschlossen, der drahtlos Gehirnsignale überträgt. Das vorläufige Ziel besteht darin, Menschen in die Lage zu versetzen, Computer-Cursor oder Tastaturen allein durch Gedanken zu steuern.

Kriterien für die Teilnahme an der Studie und Zielgruppe

An der Studie können Personen teilnehmen, die an einer Tetraplegie infolge einer Rückenmarksverletzung oder amyotropher Lateralsklerose (ALS) leiden. Diese Kandidaten würden am meisten von der Technologie profitieren, die Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein gewisses Maß an Autonomie zurückgeben soll.

Die Studie wird sich auf zwei Hauptbereiche konzentrieren. Zum einen soll die Sicherheit des vom R1-Roboter durchgeführten chirurgischen Implantationsverfahrens sowie des Implantats selbst bewertet werden. Das zweite Ziel ist die Bewertung der grundlegenden Funktionalität des BCI (Brain-Computer-Interface) bei der Umwandlung von Gehirnsignalen in umsetzbare Anweisungen für externe Geräte.

Für diejenigen, die sich für weitere Details oder die Teilnahmeberechtigung(öffnet im neuen Fenster) interessieren, hat Neuralink eine Studienbroschüre(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht, die zum Download zur Verfügung steht.


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