Hipersfera: Unbemanntes Luftschiff soll Grenze überwachen

Das kroatische Unternehmen Hipersfera will ein unbemanntes, autonomes Luftschiff bauen, das mit Kameras ausgestattet ist. Es soll lange in der Luft bleiben und Bilder in Echtzeit liefern können. Derzeit gibt es aber nur einen kleinen Prototyp.

Artikel veröffentlicht am ,
Hipersfera: behördliche und kommerzielle Anwendungen
Hipersfera: behördliche und kommerzielle Anwendungen (Bild: Hipersfera)

Luftschiffe, mit Helium gefüllt und mit Kameras ausgestattet, könnten künftig über unseren Köpfen fliegen und Luftaufnahmen machen. Das unbemannte Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) soll autonom sein und beispielsweise Satelliten ersetzen.

Stellenmarkt
  1. Requirements Manager (m/f/d)
    Elektrobit Automotive GmbH, Erlangen
  2. Teamleitung IT-Sicherheitsberatung (w/m/d)
    Dataport, Altenholz/Kiel, Halle (Saale), Hamburg, Magdeburg, Rostock
Detailsuche

Hipersfera heißt das kroatische Unternehmen, das die Luftschiffdrohnen bauen will. Ein solches Luftschiff hat in etwa die Form einer Linse. Gefüllt ist es mit Helium, so dass es leichter als Luft ist. Anders als die meisten Luftschiffe ist es kein Blimp, sondern ein Starrluftschiff; es hat also ein Traggerüst. Angetrieben wird das Luftschiff von vier schwenkbaren Propellern.

42 Meter Durchmesser soll das Luftschiff haben und eine Höhe von 21 Metern. Bis jetzt habe Hipersfera aber erst ein verkleinertes Modell mit einem Durchmesser von 3,5 Metern gebaut, sagte Gründer Bojan Pečnik dem Wall Street Journal. Er präsentierte das Projekt kürzlich auf einer Konferenz in London.

Lange Einsätze

Unter dem Rumpf des Luftschiffs sitzt eine Kamera, die während des Fluges Bilder aufnimmt und sie in Echtzeit zur Erde funkt. Ein Luftschiff soll in 24 Stunden ein rund 230 Quadratkilometer großes Gebiet abfliegen können. Die Flughöhe soll rund 21.000 Meter betragen. Dabei kann ein Einsatz laut Hipersfera mehrere Wochen oder gar Monate dauern.

  • Das Luftschiff hat ein starres Gerüst. (Bild: Hipersfera)
  • Es soll Luftbilder in Echtzeit liefern. (Bild: Hipersfera)
Das Luftschiff hat ein starres Gerüst. (Bild: Hipersfera)
Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.10.2022, virtuell
  2. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Anwendungen für das Luftschiff gebe es viele, sagte Pečnik. Gedacht sei es für behördliche Anwendungen. Rettungskräfte könnten sich mit Hilfe solcher UAVs ein Bild von einem Unfall- oder Katastrophenort machen. Die Polizei könne sie zum Verkehrsmanagement einsetzen, um beispielsweise Staus zu vermeiden. So ein Luftschiff könne aber auch für kommerzielle Zwecke eingesetzt werden, etwa für Luftbilder.

Gebirgsgrenzen überwachen

Zu den Interessenten gehöre auch der kroatische Staat, der die Luftschiffe zur Grenzüberwachung einsetzen möchte. Ab Mitte 2013 wird Kroatien zur Schengenzone gehören - die Landesgrenze wird dann zur EU-Außengrenze. Etwa 1.300 Kilometer der Landesgrenzen verlaufen durchs Gebirge - dieser Teil sei mit Menschen kaum zu überwachen. Dazu sei ein UAV wie das ihre gut geeignet, erklärt Pečnik.

Nach Datenschutz gefragt, sagte Pečnik dem Wall Street Journal, sein Unternehmen liefere nur eine technische Plattform. Wie diese eingesetzt werde, müsse durch Gesetze geregelt werden - wie bei Überwachungskameras im öffentlichen Raum. Er wolle die Luftschiffe allerdings mit Kameras ausstatten, deren Auflösung 20 Zentimeter pro Pixel beträgt - das sei zu gering, um ein Gesicht zu erkennen. Außerdem sei geplant, dass das Luftschiff einen Punkt alle zehn Minuten abtastet. Das sei zu langsam, um einen Menschen zu verfolgen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jossele 20. Nov 2012

falls du keine freunde hast könnte es an der art liegen wie du andere ansprichst! in...

Jossele 20. Nov 2012

LOL noch ein paar tentakels die runterhängen & das ganze is perfekt! :-)

Surry 19. Nov 2012

"Nach Datenschutz gefragt, sagte Penik dem Wall Street Journal, sein Unternehmen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Änderungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

  3. Hochtechnologie: Taiwan will Chipexporte nach China einschränken
    Hochtechnologie
    Taiwan will Chipexporte nach China einschränken

    Die US-Regierung will verhindern, dass das chinesische Militär aktuelle Hochtechnologie bekommt. Die Regierung von Taiwan schließt sich an.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /