HIP-API: AMD bringt GPU-Rendering für Blender zurück

Das kommende Blender 3.0 verzichtet auf OpenCL. AMD setzt deshalb den Support für seine Cuda-Alternative HIP in Blender um.

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Blender bekommt einen neuen Cycles-Renderer und Hardware-Backends dafür.
Blender bekommt einen neuen Cycles-Renderer und Hardware-Backends dafür. (Bild: Blender)

Hardware-Hersteller AMD will den erneuten GPU-Support für seine eigenen Grafikkarten noch mit dem Erscheinen der kommenden Version 3.0 von Blender ermöglichen. Das kündigt AMD in seinem GPU-Open-Blog an und stellt nun einen Beta-Driver für Windows bereit, mit dem die Technik getestet werden kann. Auch Linux wird laut Aussagen der Entwickler in dem entsprechenden Code-Beitrag unterstützt.

Hintergrund der Arbeiten ist, dass das Entwicklungsteam der freien 3D-Grafiksuite Blender seinen Cycles-Renderer grundlegend überarbeitet. Cycles dient für das sogenannte Physically Based Rendering (PBR) und ermöglicht in Blender damit etwa fotorealistische Darstellungen. Für den neuen Ansatz für Cycles, der unter dem Projektnamen Cycles X läuft, will das Team künftig aber auch vollständig auf den offenen Standard OpenCL verzichten. Erscheinen soll Cycles X erstmals mit der für Dezember geplanten Version Blender 3.0.

Bisher werden AMD-GPUs in Blender über OpenCL unterstützt, so dass der Hersteller hier nun also ein alternatives Backend umsetzen muss, um weiter GPU-Rendering anbieten zu können. Neben AMD arbeitet auch Apple an einem eigenen Cycles-Backend für seine Hardware.

AMD setzt dafür nun auf sein eigenes HIP (Heterogeneous-computing Interface for Portability). Dabei handelt es sich um eine C++-Laufzeit-API sowie Kernel-Sprache, die das Erstellen von Programmen auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten aus einem einheitlichen Quellcode ermöglichen soll. HIP soll auch eine einfache Migration von Cuda-Code ermöglichen.

Getestet werden kann das neue Backend mit der Beta von Blender 3.0 und dem nun verfügbaren AMD-Treiber. Aktiviert und unterstützt wird die Nutzung derzeit auf GPUs der RDNA-Architektur von AMD. Die Funktion überprüft hat AMD jedoch nur auf der aktuellen Radeon-RX-6000-Serie.

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