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Geheimdienste: Ex-NSA-Mitarbeiter wegen Dokumentendiebstahls verhaftet

Wieder ist ein externer NSA-Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. Anders als bei Edward Snowden ist aber noch unklar, warum er bestimmte Unterlagen mitgenommen haben könnte.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein externer NSA-Mitarbeiter soll streng geheime Unterlagen mitgenommen haben.
Ein externer NSA-Mitarbeiter soll streng geheime Unterlagen mitgenommen haben. (Bild: Wikimedia Commons)

Wegen des Kopierens streng geheimer Unterlagen ist in den USA ein externer Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes NSA verhaftet worden. Das unerlaubt entwendete Material sei im vergangenen August bei einer Hausdurchsuchung entdeckt worden, teilte das US-Justizministerium am Mittwoch mit. Der 51-jährige Verdächtige, Harold T. Martin III, soll für die Firma Booz Allen Hamilton gearbeitet haben. US-Whistleblower Edward Snowden hatte zuletzt ebenfalls für dieses Unternehmen im Auftrag der NSA in Hawaii gearbeitet.

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Weder in der Mitteilung des Ministeriums noch in der ebenfalls veröffentlichten Strafanzeige finden sich konkrete Hinweise darauf, welche Unterlagen der Verdächtige mitgenommen haben soll. Anders als im Fall von Snowden wird Martin keine Spionage vorgeworfen. Die US-Ermittlungsbehörden gehen also offenbar noch nicht davon aus, dass er das Material weitergegeben hat.

Viele Fragen ungeklärt

Laut New York Times wird Martin verdächtigt, den streng geheimen Computercode kopiert zu haben, mit dessen Hilfe die NSA in die Rechner von Staaten wie Russland, China, Iran oder Nordkorea eindringen kann. Es ist aber völlig unklar, zu welchem Zweck er das Material mitgenommen haben könnte. Politische Motive, wie bei Snowden, werden derzeit offenbar ausgeschlossen. Ermittler beschreiben Martin als eine Art Messie, der alles Mögliche bei sich zu Hause gehortet hat.

Zahlreiche Fragen sind in dem Fall noch ungeklärt. So steht beispielsweise nicht fest, wie die Ermittler auf die Spur des Verdächtigen gekommen sind und warum die Datenkopie aufgefallen ist. Es ist bislang unbekannt, ob der Fall im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von streng geheimen Cyberwaffen der NSA durch die Gruppe Shadowbroker im vergangenen August steht. In den vergangenen Jahren waren zudem verschiedene NSA-Dokumente geleakt worden, die nicht aus dem Fundus von Snowden stammen. Bislang ist noch keine Anklage erhoben worden.

Martin selbst soll in seiner Vernehmung eingeräumt haben, unerlaubt geheime Dokumente mit nach Hause genommen zu haben. Sein Arbeitgeber Booz Allen Hamilton versprach in einem Statement eine volle Kooperation mit den Behörden und entließ Martin sofort nach dessen Verhaftung. Martin habe zuletzt allerdings nicht mehr für die NSA, sondern als Leiharbeiter für das Verteidigungsministerium gearbeitet, berichtete die New York Times.



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