Schon die Existenz des privaten Servers bereitete Ärger

Bereits nachdem bekannt wurde, dass Hillary Clinton jahrelang anstatt der offiziellen State.gov-E-Mail-Adresse eine private Adresse auf ihrem eigenen Server genutzt hatte, wurde Kritik laut. Die Kritiker dürften sich jetzt bestätigt fühlen: Denn trotz der Sicherungsmaßnahmen zeigten Analysen der nach und nach von Hillary Clinton freigegebenen E-Mails, dass Clinton sich offenbar durch enge Berater auch hochvertrauliche Informationen per E-Mail zuschicken ließ.

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Mehrere Mitarbeiter von Hillary Clinton sollen diese Informationen auf ungeschützt per E-Mail an die damalige Außenministerin weitergeleitet haben. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die E-Mails an Clinton mit PGP oder ähnlichen Methoden verschlüsselt wurden. Um die Informationen weiterleiten zu können, haben die Mitarbeiter Screenshots angefertigt oder die geheimen Informationen schlicht abgetippt, wie zwei verschiedene ungenannte Quellen Fox-News sagten. Die Einstufung der Informationen auf diese Weise wissentlich zu umgehen, ist illegal.

Festplatten müssen über Nacht im Safe gelagert werden

Die besonders gesicherten Workstations, über die die Informationen abgerufen werden können, unterliegen besonderen Regeln. So müssen die Festplatten dieser Rechner über Nacht entfernt und in einem Tresor verwahrt werden.

Das FBI ermittelt wegen der Vorgänge nach Angaben von Fox gegen mehrere ehemalige hochrangige Mitarbeiter von Hillary Clinton. Sie hatte ihre Mitarbeiter immer wieder aufgefordert, die Informationen über den ungesicherten Weg weiterzuleiten. "Einfach E-mailen" soll sie in einer Mail geschrieben haben, woraufhin ihr stellvertretender Büroleiter (Deputy Chief of Staff) Jake Sullivan antwortete: "Vertrauen Sie mir, ich teile Ihre Verzweiflung. Aber bis die E-Mails deklassifiziert werden, ist es mir physisch unmöglich, die Informationen per E-Mail zu schicken". In einem anderen Fall forderte sie ihre Mitarbeiter dazu auf, geheime Informationen einzuscannen und ohne den Geheimnisvermerk per E-Mail weiterzuleiten.

Veröffentlichungen kommen zu einem ungünstigen Zeitpunkt

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Die Veröffentlichungen dürften für Clinton, die als Favoritin für die Präsidentschaftsbewerbung der US-Demokraten gilt, zur Unzeit kommen. Wenige Wochen vor den ersten wichtigen Vorwahlen holt ihr Konkurrent Bernie Sanders in innerparteilichen Umfragen auf. Zahlreichen konservativen Kritikern ist Clinton wegen ihrer liberalen Haltung in vielen Fragen ohnehin suspekt. Auch ihr Krisenmanagement nach der Stürmung der US-Botschaft in Bengazhi wurde immer wieder kritisiert.

Clinton selbst reagiert gelassen auf die Anschuldigungen. Sie habe nie eingestufte Informationen per E-Mail bekommen oder gesendet, sagte sie in einer Talkshow.

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 Hillary Clinton: Geheimnisverrat per Copy & Paste
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