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Hilfe bei Scam: KI-Oma Hilde hat bereits 3.000 Anfragen beantwortet

Telefónica zieht ein erstes Fazit mit der KI -Beraterin und verrät, welche Fragen am meisten gestellt wurden.
/ Oliver Nickel
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KI-Oma Hilde (links) soll in Betrugsfragen helfen. (Bild: O2/KI-generiert)
KI-Oma Hilde (links) soll in Betrugsfragen helfen. Bild: O2/KI-generiert

Seit Dezember 2025 setzt der Telekommunikationsanbieter Telefónica O2 die KI-Assistenten Oma Hilde ein. Sie soll Usern dabei helfen, Betrugsversuche durch SMS- E-Mail oder andere Kanäle zu verhindern. O2 hat nach 100 Tagen ein erstes Fazit(öffnet im neuen Fenster) gezogen. Laut einem Blogpost wird Hilde etwa 33 mal am Tag aufgerufen. Insgesamt wurden 3.000 Konversationen aufgezeichnet und ausgewertet.

Am häufigsten wurden Fragen zum sogenannten Smishing gestellt. Bei dieser Methode werden SMS an Opfer versendet, die meist auf Webseiten führen und so Daten abgreifen sollen. Das können etwa echt aussehende Nachrichten von Paketdienstleistern sein. 24,4 Prozent der Anfragen an Oma Hilde beschäftigen sich mit diesem Thema.

Scam-Beratung statt Scam-Bait

Dicht dahinter (23,7 Prozent) folgen Fragen rund um Banking und Kontobetrug. Solche Fragen drehen sich etwa um auffällige E-Mails von augenscheinlich vertrauenswürdigen Absendern. Diese Fälle können also auch unter Phishing einsortiert werden. Das Thema Phishing war der Fokus in 18,9 Prozent der Fragen. Es scheint also noch immer eine der beliebtesten Betrugsmaschen zu sein. 18,8 Prozent besprechen Identitätsdiebstahl, 14,2 Prozent handeln von Fake-Anrufen.

Oma Hilde ist eine Abwandlung von Oma Daisy, die zunächst im Vereinigten Königreich eingeführt wurde. Dort agiert sie allerdings nicht nur als Beraterin für Opfer, sondern gibt sich selbst auch als ein Opfer aus, um die Zeit von Scammern zu verschwenden und ihren Job so schwer wie möglich zu machen. In Deutschland wird ein weiterer KI-Avatar namens Niklas als Experte verwendet, der Oma Hilde bei der Beratung unterstützt. Beide Bots sind kostenlos bei O2 abrufbar(öffnet im neuen Fenster) .


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