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Bitcoin läuft zu heiß

Die Systeme sollen auf Basis der Wünsche aus der Community regelmäßig aktualisiert werden. Das müsse man sich laut Blade aber nicht so vorstellen, dass etwa am Erscheinungstag einer neuen Nvidia-GPU sofort der Austausch stattfindet. Stattdessen sei geplant, dafür zu sorgen, dass die neusten Games immer flüssig mit allen Details auf Maximum laufen. Auf der virtuellen Festplatte hat jeder Nutzer 256 GByte an Platz für sich.

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Der Knackpunkt bei der Nutzung von Shadow dürfte vor allem sein, wie schnell die Internetverbindung des jeweiligen Nutzers ist. Beim Ausprobieren (unser Termin fand in einem Mietbüro in München statt) hingen alle Geräte in einem Netzwerk mit nicht näher spezifizierter Onlineanbindung. Dabei haben wir keinerlei kompressionsbedingte Artefakte oder Ruckler bemerkt.

Blade hat einen eigenen, auf H.264 und H.265 basierten Encoder namens Ocapture programmiert, der ständig weiter optimiert werden soll. Derzeit soll es möglich sein, ab einer Verbindungsgeschwindigkeit von 15 Mbit/s auf dem Endgerät die Grafik wahlweise mit 144 Hz in 1080p, sowie mit höheren Verbindungsgeschwindigkeiten mit 60 Hz in 4K-Auflösung darzustellen. Unterwegs soll eine 4G/LTE-Verbindung mit den genannten 15 Mbit/s ausreichen. Bei weniger - etwa auf dem Land mit einem Smartphone - soll die Anzeige nicht ruckeln, sondern niedriger auflösen. Ausprobieren konnten wir das nicht.

Die Mitarbeiter von Blade haben uns gesagt, dass das Nutzererlebnis in der Praxis stark davon abhänge, wie der jeweilige Anwender mit den Firmenservern verbunden sei. Derzeit gebe es in Europa nur ein Rechenzentrum in Paris, zu dem die Nutzer aus Deutschland geleitet würden. In Westdeutschland funktioniere das meist sehr gut, in Berlin und anderen weiter entfernten Orten könne es aber mit etwas Pech auch Probleme geben. Deshalb entstehe derzeit ein zweites Rechenzentrum nahe Amsterdam, dass dann auch für diese Regionen gedacht sei.

Blade baut und betreibt seine Tier-3-Rechenzentren übrigens selbst. Die 2015 gegründete Firma ist nach eigenen Angaben mit ausreichend Kapital ausgestattet, das von reichen Investoren aus aller Welt stammt. Intel, Microsoft und Nvidia nennt es selbst als offizielle Partner.

Der Zugriff auf Shadow soll nach und nach mit jeder einigermaßen weit verbreiteten Hardware möglich sein. Es gibt Apps für Android und iOS sowie für Windows-PC und MacOS. Allerdings berichten Anwender in Foren davon, dass es dabei teils noch Stabilitätsprobleme gibt; auf der offiziellen deutschen Seite wird die App für iOS außerdem erst für "demnächst" angekündigt. Eine App für Linux befindet sich in Entwicklung. Nicht nötig, sondern nur eine Alternative zu den Apps: Für 120 Euro können Anwender eine Settop-Box namens Shadow-Box kaufen; das Innenleben basiert übrigens auf der Carrizo-Technologie von AMD.

Eingeschränkt verfügbar

Shadow ist in Deutschland offiziell verfügbar, aber der Start erfolgt laut Firma in kleinen Schritten statt mit einem großen Knall. Es gibt immer wieder mal Zugänge für ein paar Hundert Interessierte, der Kreis wird nach und nach erweitert - aus Kapazitätsgründen. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass man sich noch im Aufbau befindet, und dass etwa auch die Lokalisierung der Apps nicht endgültig steht.

Ein monatlich kündbares Abonnement kostet rund 45 Euro im Monat, bei einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten sind rund 30 Euro im Monat fällig. Blade sagt, dass das Unternehmen keine Möglichkeit habe, auf die Daten des Nutzers zuzugreifen oder dessen Verwendung des virtuellen Streaming-PCs zu analsieren. Eines ist laut Nutzungsbedingungen trotzdem nicht erlaubt: das Errechnen von Krytowährungen, etwa von Bitcoin. Das würde auffallen, so Blade. Aber nicht, weil der Rechner heimlich doch gescannt werde - sondern weil die Grafikkarten dabei auf bestimmte Art heiß werden und die Temperatursensoren Alarm schlagen.

Nachtrag vom 15. Mai 2018, 19:55 Uhr

Wir haben einige Details im Artikel überarbeitet. So ist die App für Linux noch nicht erhältlich, für 4K-Auflösungen sind mehr als 15 MBit/s nötig und als CPU kommen jeweils Xeon E5 zum Einsatz - nicht Xeon SP, wie zuerst geschrieben. Unsere Informationen basierten entweder auf offiziellem Material von Blade oder stammten aus einer Präsentation, aber offenbar hat die Firma einige technische Details kurzfristig geändert.

 Highend-PC-Streaming: Man kann sogar die Grafikkarte deaktivieren
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My1 22. Mai 2018 / Themenstart

in US und UK haben die an der Preisstruktur MÄCHTIG geschraubt. die Jahres und 3...

HerrMannelig 22. Mai 2018 / Themenstart

ja UND _andere_, deshalb dachte ich es wären Spiele wie AoE HD gemeint. Battlefield 3...

daserdnuss 20. Mai 2018 / Themenstart

Habe schon ein paar Anbieter durch (finde das Thema einfach interessant). Mit einer...

developwork 19. Mai 2018 / Themenstart

Damals waren die Kosten für Rechenzentren ja noch was höher, onlive hatte nie wirklich...

developwork 19. Mai 2018 / Themenstart

Eben. Ich denke mal, sobald du mehr Stromkosten und Abnutzung verursachst, als dein...

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