High Speed Rail: Chinas Züge fahren bald wieder mit 350 km/h

Nach einem tragischen Unfall hat China die Höchstgeschwindigkeit seiner Züge auf 300 km/h reduziert. Ab Mitte September 2017 sollen die Züge wieder mit ihrer alten Höchstgeschwindigkeit fahren. Die Reise zwischen Peking und Schanghai ist dann in 4,5 Stunden möglich.

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Die neuen Fuxing-EMUs fahren bald zwischen Peking und Schanghai mit 350 km/h.
Die neuen Fuxing-EMUs fahren bald zwischen Peking und Schanghai mit 350 km/h. (Bild: CRRC)

China will wieder die schnellsten schienengebundenen Verkehrsmittel anbieten. Ab dem 21. September 2017 wird die Höchstgeschwindigkeit der Züge wieder angehoben, wie die South China Morning Post berichtet. Ab diesem Tag soll das alte Tempolimit von 350 km/h wieder gelten. 2011 musste China die Geschwindigkeit reduzieren, nachdem es zu einem tödlichen Unfall in Wenzhou gekommen war, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen und fast 200 teils schwere Verletzungen davontrugen.

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Die Schuld wurde damals einem fehlerhaften Signalsystem gegeben, das in zahlreichen Bahnstationen im Einsatz war. Seither hat China von den neuen Geschwindigkeitsbereichen für Züge Abstand genommen. Jetzt ist sich die Regierung aber sicher, die Geschwindigkeit wieder anheben zu können.

1.300 km in 4,5 Stunden

Mit der Geschwindigkeitserhöhung reduzieren sich die Reisezeiten zwar nicht drastisch, allerdings erreichen sie eher den Bereich, der bisher mit Flugzeugen möglich war. So reduziert sich die Reisezeit von Peking nach Schanghai laut Railwaygazette von fünf auf viereinhalb Stunden. Allerdings steigt die elektrische Leistungsaufnahme deutlich. Die neuen Fuxing-Triebwagen von CRRC benötigen 20 bis 30 Prozent mehr Energie, wie Railwaygazette berichtet. Ein hoher Preis für nur 30 Minuten Zeitersparnis. Sie sind aber insgesamt 10 Prozent sparsamer als die alten Hexie-Zuggarnituren (CRH380).

China versucht seit Jahren, seine zahlreichen Millionenstädte mit schneller Eisenbahninfrastruktur untereinander anzubinden, was den ebenfalls boomenden Flugverkehr im Land etwas entlastet. Das ist insbesondere hilfreich, da in dem Land das Militär oft seine Kontrolle über den Luftraum ausweitet, was besonders die Region in Schanghai häufig betrifft.

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In China fahren nicht alle Hochgeschwindigkeitszüge mit so hoher Geschwindigkeit. Wie auch in anderen Ländern gibt es zahlreiche Strecken, die nur mit 300 oder gar 250 km/h bedient werden. Auch diese Strecken wurden 2011 allerdings verlangsamt und werden ebenfalls höhere Geschwindigkeiten erreichen. Das Hochgeschwindigkeitsnetz wird derweil weiter stark ausgebaut. Kürzlich wurde ein Teilstück in die Innere Mongolei freigegeben und für 2018 soll auch die Sonderverwaltungsregion Hongkong an das Schienennetz angebunden werden. Aufgrund der Größe des Landes wird der Flugverkehr allerdings trotzdem wichtig bleiben.

In Deutschland fahren die ICE mit ähnlichen Geschwindigkeiten. Die Strecke zwischen Köln und Frankfurt kann überwiegend mit Tempo 300 gefahren werden. Das sorgte für die Einstellung des Flugverkehrs dieser wichtigen Verbindung. Auch große Teile der Strecke Berlin - München werden mit dem kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2017 mit 300 km/h gefahren. Allerdings nicht mit dem neuen ICE 4, der ebenfalls ab Dezember verwendet wird. Dieser kann nur 250 km/h fahren. Für die rund vier Stunden Fahrzeit zwischen den beiden großen Städten kann der ICE 3 eingesetzt werden, der in Frankreich sogar 320 km/h fahren darf.

Allgemein wird erwartet, dass viele Fluggäste, die nicht in München in einen anderen Flug umsteigen wollen, auf die Bahn wechseln werden, da die Reisezeiten von Innenstadt zu Innenstadt vergleichbar lang sind.

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ChMu 23. Aug 2017

Wozu? Landet der Flieger auch 6 mal auf dem Weg? Aber selbst 6 Stops sollten die...

berritorre 22. Aug 2017

Ihr habt ein Lektorat????? Kann ich kaum glauben... ;-)

David64Bit 22. Aug 2017

Auch darf man nicht vergessen, dass Flugzeuge Abgase in andere Atmosphärenbereiche...

Maddix 22. Aug 2017

Dann ICE3 eben. Bin dieselbe Strecke mit TGV auch gefahren und kann nur bestätigen: er...



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