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Hi-Fi: Sony will MicroSD-Karte für Premium-Sound verkaufen

Fast pünktlich zur Karnevalssaison hat Sony mit der SR-64HXA eine MicroSD-Karte vorgestellt, die teurer ist als vergleichbare Modelle aus dem eigenen Sortiment. Dafür soll sie eine besonders gute Tonwiedergabe ermöglichen. Was ist da dran?
/ Andreas Donath
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Eine MicroSD-Karte für gute Tonwiedergabe (Bild: Sony)
Eine MicroSD-Karte für gute Tonwiedergabe Bild: Sony

Sony verkauft in Japan mit der SR-64HXA(öffnet im neuen Fenster) eine 64 GByte große MicroSD-Karte für 18.500 Yen – umgerechnet 135 Euro. Vergleichsmodelle sind für rund 80 Euro zu bekommen – auch von Sony. Die Musikwiedergabe von der SR-64HXA soll besonders gut klingen. Es handelt sich dabei um eine Class10-Karte, die also eine gewisse Geschwindigkeitsuntergrenze(öffnet im neuen Fenster) nicht unterschreitet.

Ob das audiophile Speicherkärtchen, das nicht nur den entsprechenden goldfarbenen Aufdruck "for Premium Sound" trägt, sondern durch geringere "elektronische Störgeräusche" besser klingen soll, auch außerhalb Japans auf den Markt gebracht wird, ist derzeit nicht bekannt.

Es gibt immer wieder Hersteller im Hi-Fi-Bereich, die durch extravagante Entwicklungen und Quasi-Erfindungen den Käufern weismachen wollen, dass zum Beispiel mehrere Hundert Euro teure Kabel besser klingen als herkömmliche Modelle.

Sony ist in letzter Zeit auch durch einen überteuerten, 1.200 US-Dollar teuren Walkman aufgefallen, der eine hervorragende Tonqualität durch einen neuen Codec bieten soll. Der NW-ZX2 arbeitet mit dem hauseigenen LDAC-Codec zur Übertragung komprimierter Tondaten über Bluetooth und soll so eine Audiowiedergabe über Bluetooth in hoher Qualität ermöglichen.

Im Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) kommt ein Sony-Sprecher zu Wort, der das Ganze nicht etwa als Gag enttarnt, sondern einschränkend erwähnt, dass sich Sony nicht ganz sicher sei, ob es dafür eine Nachfrage gibt. Sony denke aber, dass einige Kunden, die auf hohe Tonqualität Wert legen, die Karte haben wollen. Was Sony offenbar vergessen hat: Die Lesegeräte lesen die Speicherkarteninhalte in einen Zwischenspeicher ein und spielen ihn von dort aus ab. Gelesen wird von den eigentlichen Karten nur sporadisch, wie The Verge(öffnet im neuen Fenster) bemerkt. Die Lesegeschwindigkeit spielt deshalb überhaupt keine Rolle.

In Japan geht die Speicherkarte für ein goldenes Gehör am 5. März in den Handel.


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