Hewlett Packard: Archiv der HP-Gründer fällt Feuer zum Opfer

Die aktuell in Kalifornien wütenden Waldbrände haben zwei Gebäude zerstört, in denen das Archiv der HP-Gründer William Hewlett und David Packard gelagert wurde. Die beiden Häuser in Santa Rosa in Sonoma County sind vollständig abgebrannt, wie die Internetseite Pressdemocrat.com(öffnet im neuen Fenster) meldet.
Über 100 Kisten mit Aufzeichnungen sind verloren
In den Gebäuden waren Aufzeichnungen, Briefe, Reden und andere Dinge der beiden Gründer von Hewlett Packard, einem der größten US-amerikanischen PC- und Druckerhersteller, eingelagert. Insgesamt befanden sich in dem Lager über 100 Kisten. Die Materialien stammen zum Teil noch aus der Anfangszeit des 1938 gegründeten Unternehmens.
Einer Schätzung aus dem Jahr 2005 zufolge betrug der materielle Wert der Sammlung knapp 2 Millionen US-Dollar. Mit dem Archiv vertraute Personen bezeichnen den ideellen Wert aber als nicht messbar.
Vorwürfe wegen unsicherer Lagerung
Das Archiv befand sich im Besitz des Unternehmens Keysight Technologies, das seine Wurzeln im Unternehmen Hewlett Packard hat und die Kisten seit dem Jahr 2014 besaß. Keysight Technologies muss sich nun Kritik anhören, dass das Archiv nicht sicher genug gelagert wurde.
Einer ehemaligen Archivmitarbeiterin von Hewlett Packard zufolge wurden die Materialien in speziellen feuersicheren Safes gelagert, bevor Keysight Technologies sie erwarb. Laut einem Sprecher von Keysight Technologies hingegen soll das Unternehmen genügend Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben.
Mindestens 23 Tote bei Feuer
Das Feuer, das das Archiv zerstörte, hat insgesamt 6.800 Gebäude vernichtet. Bei den Bränden sind mindestens 23 Anwohner der Gegend ums Leben gekommen.
Hewlett und Packard gründeten ihr Unternehmen 1938. Es gilt als das erste Technologie-Unternehmen im Silicon Valley. In Palo Alto wurde das erste Produkt gebaut, ein Tonfrequenzgenerator, der unter anderem für Kinos genutzt wurde, in denen Walt Disneys Film Fantasia lief.



