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Heulende Sirenen in Halle: Mysteriöser Fehlalarm wohl Folge eines Cyberangriffs

Aufheulende Sirenen haben die Einwohner von Halle (Saale) am Samstagabend um ihre Ruhe gebracht. Die Stadt geht von einem Cyberangriff aus.
/ Marc Stöckel
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Ein Fehlalarm hat in Halle am Samstagabend zahlreiche Einwohner aufgeschreckt. (Bild: pixabay.com / Fleimax)
Ein Fehlalarm hat in Halle am Samstagabend zahlreiche Einwohner aufgeschreckt. Bild: pixabay.com / Fleimax

In der Stadt Halle (Saale) ist es am Samstagabend zu einem Fehlalarm gekommen. Wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) schildert, handelt es sich bei der Ursache nach aktuellem Kenntnisstand höchstwahrscheinlich um einen Cyberangriff. Wie der im Detail abgelaufen sein soll und wer genau dahinter steckt, ist allerdings noch unklar. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen noch.

Der besagte Fehlalarm ereignete sich einer früheren Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) zufolge am 10. Januar ab 22:05 Uhr. Alle betriebsfähigen Sirenen im Stadtgebiet wurden unerwartet ausgelöst, wie auch in sozialen Netzwerken kursierende Videoclips(öffnet im neuen Fenster) von Einwohnern zeigen.

Neben den heulenden Sirenen ist dabei auch eine englischsprachige Durchsage zu hören, die etwa vor einem "active Shooter" , also vor abgefeuerten Schüssen warnt und einen "Lockdown" anordnet. Gerade in den späten Abendstunden dürfte dies bei einigen Einwohnern zu einem hohen Maß an Verunsicherung geführt haben. Die Polizei von Halle gab jedoch kurz darauf Entwarnung(öffnet im neuen Fenster) .

Alarmsystem wahrscheinlich gehackt

Eine reale Gefahr bestand nach Angaben der Stadtverwaltung nicht. Weder die Stadt Halle noch das Land Sachsen-Anhalt oder der Bund hätten den Alarm ausgelöst. Ursprünglich ging die Stadt noch von einem technischen Defekt aus. Inzwischen heißt es jedoch, es habe sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um einen externen Angriff auf das System gehandelt.

Die Stadt Halle versichert, alle notwendigen Maßnahmen zur Sicherung des Sirenensystems ergriffen und den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige gebracht zu haben. Die Ermittlungen liefen bereits "auf Hochtouren" . Zudem habe man alle Sirenen im Stadtgebiet vor weiteren externen Zugriffen geschützt. Alarmfähig seien diese aber dennoch.

Als Nebeneffekt war am Samstagabend wohl auch die Webseite der Stadt temporär nicht erreichbar. Das soll vor allem daran gelegen haben, dass es aufgrund des Fehlalarms zu ungewohnt hohen Zugriffszahlen kam. Die Stadtverwaltung geht aktuell nicht von einem zusätzlichen DDoS-Angriff aus. In Zukunft will man die Verfügbarkeit der Webseite auch bei hohen Zugriffszahlen gewährleisten können.


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