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Hetzner-Server sind am besten mit einer zubuchbaren Option für Telekom-Kunden erreichbar.
Hetzner-Server sind am besten mit einer zubuchbaren Option für Telekom-Kunden erreichbar. (Bild: Hetzner)

Hetzner und Netzneutralität: Extrakosten für bessere Anbindung an Telekom-Kunden

Hetzner-Server sind am besten mit einer zubuchbaren Option für Telekom-Kunden erreichbar.
Hetzner-Server sind am besten mit einer zubuchbaren Option für Telekom-Kunden erreichbar. (Bild: Hetzner)

Schon seit mindestens Mai 2015 gibt es sie, eine Option für Hetzner-Kunden, die ihre Server für Kunden der Telekom zwischen 19 und 22 Uhr besser erreichbar machen wollen. Im Zuge der Debatte rund um Netzneutralität wird die Option zu einem aktuellen Beitrag.

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Im Dokuwiki von Hetzner ist schon seit langem ein Fall dokumentiert, der wie eine Steilvorlage für die Verteidiger der Netzneutralität aussieht: durch die Entdeckung von Fefe. Dort ist eine Option beschrieben, die zu den Hauptverkehrszeiten im Internet die Verbindung des eigenen Servers mit der Deutschen Telekom verbessert. Der Grund für die Option ist das offenbar unzureichende IP-Transit-Abkommen mit der Telekom, während das Peering mit anderen Internetteilnehmern kein großes Problem zu sein scheint.

Zwischen 19 und 22 Uhr kommt es nämlich häufiger zu Behinderungen im Datenverkehr. Auch im nicht mehr erreichbaren Forum von Hetzner wurde das diskutiert, was bei Computerbase dokumentiert ist. Auch im Telekom-Forum sind Verbindungsprobleme seit Anfang 2015 dokumentiert. Die Verbindung zur Telekom, ob direkt oder indirekt, ist schon länger nicht mehr ausreichend. Technische Details gibt es zwar nicht, doch die Dokumentation von Hetzner verrät genug. Lösen lässt sich das Problem mit sogenanntem Double Paid Traffic. Der Besitzer eines Hetzner-Servers bezahlt also den Traffic, der zwischen ihm und den Kunden der Deutschen Telekom ausgetauscht wird. Die Option kostet rund 5 Euro pro Monat und sorgt für einen besser erreichbaren und anscheinend direkten Uplink zur Deutschen Telekom.

Hetzner selbst unterstützt das Geschäftsmodell des Double Paid Traffics nach eigenen Angaben nur widerwillig und sah schon vor einem halben Jahr mit Sorge, dass DSL- und Kabelanbieter ohne offene Peering-Policy nur schlecht an andere Teilnehmer des Internets angebunden sind. Die Deutsche Telekom selbst wird hier nicht direkt genannt. Die Option bezieht sich aber explizit auf die Telekom und diese ist zugleich einer der größten Internetanschlussanbieter in Deutschland. Nicht oder schlecht erreichbare Telekom-Kunden sind dementsprechend kritisch für Hetzner-Kunden.

Auch andere Netzbetreiber sind ein Problem

Wie Init7 dokumentiert, ist das allerdings nicht nur ein Problem der Deutschen Telekom. Es betrifft grundsätzlich Netzbetreiber mit vielen Kunden. Insbesondere in Europa sind das Exstaatsmonopolisten wie Telecom Italia, France Télécom oder Telefónica, die ihre attraktive Kundenbasis finanziell zweitverwerten können. Für ein besseres IP-Transit-Abkommen muss so viel bezahlt werden, dass einige Teilnehmer im Internet nicht bereit sind, die Mehrkosten zu bezahlen. Eine aktuelle EU-Verordnung für Schlupflöcher in der Netzneutralität lässt befürchten, dass sich die ohnehin schon länger schwierige Situation weiter verstärkt. Bei Peering-Abkommen mit großen Internetaustauschknoten wie dem DE-CIX bestehen solche Probleme übrigens nicht.


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Skorvamon 04. Dez 2015

Naja, elf hat ja schon die Notbremse gezogen und ist aus dem an der Betonwand "Realität...

JohnD 02. Dez 2015

Vielleicht sind "gebündelte" Anfragen/Beschwerden bei der Bundesnetzagentur tatsächlich...

Skorvamon 01. Dez 2015

Sie haben kein direktes Peering mehr zur Telekom, der bevorzugte Telekomtraffic läuft...

Ork 01. Dez 2015

Hier hängen anscheinend nicht allzu viele Leute am Kabel, ich krieg glücklicherweise...

GodsCode 01. Dez 2015

Das wäre eine gute Idee, die drosselcom abzustrafen und eine praktische Lösung. Google...



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