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Hetzner, OVH und Co.: Der Zustand europäischer Cloudprovider im Jahr 2026

In diesem Vergleich zwölf europäischer Cloudanbieter hat es überraschend viele Hürden gegeben und einige echte Enttäuschungen – doch am Ende einen klaren Sieger.
/ Ivan Ostric
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Das Fazit des Autors zu europäischen Cloudprovidern fällt - gelinde gesagt - durchwachsen aus. (Bild: cookieone/Pixabay)
Das Fazit des Autors zu europäischen Cloudprovidern fällt - gelinde gesagt - durchwachsen aus. Bild: cookieone/Pixabay
Inhalt
  1. Hetzner, OVH und Co.: Der Zustand europäischer Cloudprovider im Jahr 2026
  2. Die Wettbewerbskriterien
  3. Hetzner, Hostinger, OHV
  4. Scaleway, Upcloud, Leafcloud
  5. Datalix, Oping, bunny.net, Takehost.biz
  6. Contabo, Stackit, Exoscale – und Fazit

Angesichts der aktuellen Weltlage hielt ich es für vernünftig, mich nach einem europäischen Cloudanbieter umzusehen. Außerdem ist es ja immer schön, das Heimteam zu unterstützen. Die EU verkündet nun ja schon länger und ziemlich lautstark, dass es eine "souveräne Cloud" brauche. Es interessierte mich also, welche Fortschritte es in diesem Bereich gibt.

Gleich zu Beginn ein wichtiger Hinweis: Die Liste unten spiegelt meine persönliche Meinung und Erfahrungen wider. Ich habe versucht, so genau wie möglich zu sein. Aber: Am Ende sind es die Gedanken irgendeines Typen aus dem Internet. Lest es also mit der gebotenen Skepsis.

Meine Herangehensweise

Das hier ist also kein strenger und systematischer Vergleich. Ich bin nur ein normaler Typ mit einem begrenzten Zeitbudget, das zeigt sich auch an der Auswahl. Ich sehe mir in diesem Artikel die Preise an, fahre einen Server hoch, teste CPU und Netzwerk und bewerte, wie einfach das war und was ich für mein Geld bekommen habe.

Außerdem werfe ich einen kurzen Blick auf das restliche Angebot der jeweiligen Firmen, um herauszufinden, wie einfach es wäre, eine App darauf zu skalieren, etwa durch das Hinzufügen von Object Storage oder einer verwalteten Datenbank. Obendrein sehe ich mir die Admin-Oberfläche an. Sie sollte zuverlässig funktionieren und nicht schon bei den simpelsten Aktionen versagen.

Da ein Intel-Atom-Kern nicht das Gleiche ist wie ein Threadripper-Kern (auch wenn beides als "1 vCPU" ausgewiesen werden kann), werde ich mir ansehen, welche CPU einer VM tatsächlich zugewiesen wird. Das gibt auch einen groben Eindruck darüber, welche Leistung man erwarten kann. Außerdem habe ich Geekbench auf den Servern laufen lassen, um zu zeigen, wie leistungsfähig sie im direkten Vergleich sind.

Geekbench ist ein synthetischer Benchmark und nicht unbedingt repräsentativ für die Workloads, die typischerweise auf einem Server laufen. Ihr dürft euch also völlig zu Recht darüber lustig machen, dass ich ihn hier verwende. Das Problem hätte ich allerdings bei praktisch jedem Benchmark gehabt, für den ich mich entschieden hätte – und immerhin vermittelt Geekbench einen groben Eindruck davon, wie viel mehr oder weniger Leistung eine CPU im Vergleich zu einer anderen bietet. Bei Bedarf wurde Swap hinzugefügt.

Mir persönlich ist eine stundenweise Abrechnung wichtig. Ich finde Anbieter, die einen gleich für einen Monat oder länger binden wollen, ohne dass man das Produkt vorher ausprobieren kann, dubios. Schließlich befinden wir uns im Jahr 2026: Wenn sich eine VM innerhalb von Sekunden bereitstellen lässt, sollte sie sich genauso schnell wieder abschalten lassen – und abgerechnet werden sollte nur das, was tatsächlich genutzt wurde.

Weitere Punkte, auf die ich achte, sind – leider – eine IPv4-Adresse und ein vernünftiges Inklusivvolumen für den Datenverkehr. Ich will nicht auf den Kosten sitzenbleiben, falls sich ein durchgedrehter OpenAI-Crawler in einer Endlosschleife verfängt.

Ich vergleiche zwei Preisstufen: 10 und 20 Euro. Das ist ungefähr das, was ich für ein solches Abo ausgeben will. In der Budget-Kategorie schaue ich mir die Sparangebote des jeweiligen Anbieters an, die meist auf älterer oder ziemlich alter Hardware basieren. In der "High-Roller"-, also quasi der Luxus-Variante kommt nach Möglichkeit das reguläre Angebot des Anbieters zum Zug – wobei ich auch hier davon ausgehe, dass die CPU-Ressourcen geteilt und nicht exklusiv zugewiesen werden. In der Praxis lassen sich beide Stufen meist unterschiedlich konfigurieren, je nachdem, ob man lieber mehrere langsamere Kerne mit mehr, dafür langsamerem RAM möchte – oder weniger, dafür schnellere Kerne mit weniger, aber schnellerem RAM.

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer, deren Höhe je nach Land variiert. (Erwachsenwerden heißt hier wohl auch einzusehen, dass die USA in diesem Punkt gar nicht so unrecht hatten.) Referral-Links gibt es übrigens hier nicht.


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