Herzensangelegenheit: Editor der Unity-Engine kommt für Linux

Das Team der Unity-Engine plant den Port seines Editors auf Linux. Damit können Spiele für Linux auch auf dem freien Betriebssystem selbst erstellt werden. Falsche Entscheidungen aus der Vergangenheit erschweren aber die Arbeit.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Editor der Unity-Engine wird auf Linux portiert.
Der Editor der Unity-Engine wird auf Linux portiert. (Bild: Na'Tosha Bard)

Mittlerweile unterstüzen fast alle weit verbreiteten Spiele-Engines auch Linux als Zielplattform. Doch das freie Betriebssystem auch zum Entwickeln der Spiele zu verwenden, ist oft sehr schwer beziehungsweise unmöglich. Das wollen die Entwickler von Unity 3D ändern und ihren Editor auch auf Linux portieren - eine "Herzensangelegenheit", wie Na'Tosha Bard in einem persönlichen Blogpost schreibt.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Schock GmbH, Regen
  2. Referent (m/w/d) IT- Netzwerk und Sicherheit in der Infrastruktur
    Amprion GmbH, Dortmund
Detailsuche

Die Arbeiten seien sogar so weit fortgeschritten, dass schon "bald" ein experimenteller Build bereitgestellt werden soll, damit Interessierte diesen testen können. Auf Grund der damit gesammelten Erfahrungen will das Team einen Weg finden, wie der Port neben den Versionen für Windows und Mac OS X stabil und langfristig gepflegt werden kann.

Frühere Fehler erschweren den Port

Im Vergleich zur Laufzeitumgebung sei die Portierung des Editors aber ein erheblicher Mehraufwand. Bard führt das auf Fehler zurück, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Die Entwickler hätten schlicht bestimmte Problemstellungen nicht bedacht.

Dazu zählt etwa die strenge Beachtung von Groß- und Kleinschreibung durch das Dateisystem. Denn standardmäßig verwenden NTFS und HFS+ diese Funktion nicht, Linux-Dateisysteme hingegen schon. Dies im Nachhinein zu verbessern, sei "schwierig und langwierig".

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Darüber hinaus ist bei If-Verzweigungen oft vergessen worden, eine einfache Möglichkeit zum späteren Hinzufügen von Linux zu schaffen. Ebenso erweisen sich nun bestimmte Annahmen in Bezug auf das Verhalten von Compilern oder die Funktionen nativer Anwendungen als falsch, da die Plattformen zum Teil deutliche Unterschiede aufweisen.

Offiziell nur für Ubuntu

Nach Aussage der Hersteller wird der Editor künftig nur als 64-Bit-Anwendung bereitstehen und offiziell nur für verschiedene Ubuntu-Versionen gepflegt werden. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Editor auch auf anderen Linux-Distributionen mehr oder weniger gut laufen wird, ebenso wie die Laufzeitumgebung.

Exportiert werden sollen die entstandenen Werke auf die gleichen Plattformen, die auch der Mac-Editor unterstützt. Davon ausgenommen ist zunächst aber noch iOS. Die Entwickler versprechen außerdem, dass sämtliche Techniken unter Linux genutzt werden können, die von portierbaren Drittanwendungen abhängen. Ebenso sollen sich damit erstellte Daten importieren lassen.

Ein Termin, wann der Editor für Linux veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


janoP 09. Jul 2015

Schreibt man nicht zumindest Klassennamen üblicherweise groß?

non_sense 06. Jul 2015

Wenn du das mit If-Abfragen erledigen kannst, kannst du es auch mit Dependency...

Elin 02. Jul 2015

Dann kann ich mein Lapi endlich von Windows befreien. Bis jetzt war Unity das einige...

Ockermonn 02. Jul 2015

Du verstehst da was falsch. Das ganze ist aus Sicht der Spieleentwickler geschrieben...

pythoneer 02. Jul 2015

Auf Ubuntu mit Unity?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Razer Zephyr im Test
Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel

Einmal Cyberpunk mit Beleuchtung bitte: Tragen wir Razers Zephyr in der U-Bahn, fallen wir auf. Allerdings ist das Produkt nicht ausgereift.
Ein Test von Oliver Nickel

Razer Zephyr im Test: Gesichtsmaske mit Stil bringt nicht viel
Artikel
  1. Elektroauto: Project Deep Space wird ein sechsrädriges Hypercar
    Elektroauto
    Project Deep Space wird ein sechsrädriges Hypercar

    Von dem sechsrädrigen Elektroauto werden nur wenige Exemplare gebaut - und nur wenige werden es sich leisten können.

  2. Science-fiction: Bethesda zeigt mehr von Starfield
    Science-fiction
    Bethesda zeigt mehr von Starfield

    Abenteuer im Weltraum mit halbwegs glaubwürdiger Technologie soll Starfield bieten. Jetzt hat Bethesda einen neuen Trailer veröffentlicht.

  3. Ada & Zangemann: Das IT-Märchen, das wir brauchen
    Ada & Zangemann
    Das IT-Märchen, das wir brauchen

    Das frisch erschienene Märchenbuch Ada & Zangemann erklärt, was Software-Freiheit ist. Eine schöne Grundlage, um Kinder - aber auch Erwachsene - an IT-Probleme und das Basteln heranzuführen.
    Eine Rezension von Sebastian Grüner

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Last Minute Angebote bei Amazon • Crucial-RAM zu Bestpreisen (u. a. 16GB Kit DDR4-3600 73,99€) • HP 27" FHD 165Hz 199,90€ • Razer Iskur X Gaming-Stuhl 239,99€ • Adventskalender bei MM/Saturn (u. a. Surface Pro 7+ 849€) • Alternate (u. a. Adata 1TB PCIe-4.0-SSD für 129,90€) [Werbung]
    •  /