Herzensangelegenheit: Editor der Unity-Engine kommt für Linux

Das Team der Unity-Engine plant den Port seines Editors auf Linux. Damit können Spiele für Linux auch auf dem freien Betriebssystem selbst erstellt werden. Falsche Entscheidungen aus der Vergangenheit erschweren aber die Arbeit.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Editor der Unity-Engine wird auf Linux portiert.
Der Editor der Unity-Engine wird auf Linux portiert. (Bild: Na'Tosha Bard)

Mittlerweile unterstüzen fast alle weit verbreiteten Spiele-Engines auch Linux als Zielplattform. Doch das freie Betriebssystem auch zum Entwickeln der Spiele zu verwenden, ist oft sehr schwer beziehungsweise unmöglich. Das wollen die Entwickler von Unity 3D ändern und ihren Editor auch auf Linux portieren - eine "Herzensangelegenheit", wie Na'Tosha Bard in einem persönlichen Blogpost schreibt.

Die Arbeiten seien sogar so weit fortgeschritten, dass schon "bald" ein experimenteller Build bereitgestellt werden soll, damit Interessierte diesen testen können. Auf Grund der damit gesammelten Erfahrungen will das Team einen Weg finden, wie der Port neben den Versionen für Windows und Mac OS X stabil und langfristig gepflegt werden kann.

Frühere Fehler erschweren den Port

Im Vergleich zur Laufzeitumgebung sei die Portierung des Editors aber ein erheblicher Mehraufwand. Bard führt das auf Fehler zurück, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Die Entwickler hätten schlicht bestimmte Problemstellungen nicht bedacht.

Dazu zählt etwa die strenge Beachtung von Groß- und Kleinschreibung durch das Dateisystem. Denn standardmäßig verwenden NTFS und HFS+ diese Funktion nicht, Linux-Dateisysteme hingegen schon. Dies im Nachhinein zu verbessern, sei "schwierig und langwierig".

Darüber hinaus ist bei If-Verzweigungen oft vergessen worden, eine einfache Möglichkeit zum späteren Hinzufügen von Linux zu schaffen. Ebenso erweisen sich nun bestimmte Annahmen in Bezug auf das Verhalten von Compilern oder die Funktionen nativer Anwendungen als falsch, da die Plattformen zum Teil deutliche Unterschiede aufweisen.

Offiziell nur für Ubuntu

Nach Aussage der Hersteller wird der Editor künftig nur als 64-Bit-Anwendung bereitstehen und offiziell nur für verschiedene Ubuntu-Versionen gepflegt werden. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Editor auch auf anderen Linux-Distributionen mehr oder weniger gut laufen wird, ebenso wie die Laufzeitumgebung.

Exportiert werden sollen die entstandenen Werke auf die gleichen Plattformen, die auch der Mac-Editor unterstützt. Davon ausgenommen ist zunächst aber noch iOS. Die Entwickler versprechen außerdem, dass sämtliche Techniken unter Linux genutzt werden können, die von portierbaren Drittanwendungen abhängen. Ebenso sollen sich damit erstellte Daten importieren lassen.

Ein Termin, wann der Editor für Linux veröffentlicht wird, ist noch nicht bekannt.

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janoP 09. Jul 2015

Schreibt man nicht zumindest Klassennamen üblicherweise groß?

non_sense 06. Jul 2015

Wenn du das mit If-Abfragen erledigen kannst, kannst du es auch mit Dependency...

Elin 02. Jul 2015

Dann kann ich mein Lapi endlich von Windows befreien. Bis jetzt war Unity das einige...

Ockermonn 02. Jul 2015

Du verstehst da was falsch. Das ganze ist aus Sicht der Spieleentwickler geschrieben...



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