Herstellerinitiative: Automatische Notbremssysteme sollen zum Standard werden

In den USA haben 20 Autohersteller beschlossen(öffnet im neuen Fenster) , automatische Notbremssysteme(öffnet im neuen Fenster) ab 2022 in allen Neufahrzeugen standardmäßig einzubauen. Unterstützt werden die Pläne von der Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) und dem Versicherungsinstitut Insurance Institute for Highway Safety.

Die Autoindustrie will damit staatlichen Initiativen zuvorkommen, die solche Funktionen zur Pflicht machen könnten. Bei elektronischen Stabilitätsprogrammen und Airbags hatten die Hersteller diese Systeme zunächst in der Oberklasse und später in weiteren Fahrzeugmodellen gegen Aufpreis eingebaut.
Automatische Notbremssysteme (Automatic Emergency Braking, AEB) nutzen Radarsensoren, Laser oder Stereokameras im Fahrzeug, um Hindernisse zu erkennen. Algorithmen entscheiden, ob der Fahrer nur gewarnt oder gleich eine Notbremsung eingeleitet werden muss.
Folgende Autohersteller wollen AEBs zur Serienausstattung machen: Audi, BMW, Fiat-Chrysler, Ford, General Motors, Honda, Hyundai, Jaguar Land Rover, Kia, Maserati, Mazda, Mercedes-Benz, Mitsubishi Motors, Nissan, Porsche, Subaru, Tesla Motors, Toyota, Volkswagen und Volvo.
In der europäischen Union war 2012 beschlossen worden, dass Neufahrzeuge ab 2014 nur noch dann ein Euro-NCAP-Rating mit 5 Sternen(öffnet im neuen Fenster) erhalten, wenn sie ein AEB verbaut haben. Die Sicherheitsbewertung erfolgt durch eine Reihe von Fahrzeugtests, die von Euro NCAP(öffnet im neuen Fenster) erarbeitet wurden und entsprechend ausgeführt werden.



