Hermes Paketversand: Gericht verbietet zu hohe Kosten für Service-Rufnummmer

Der Paketversender Hermes hat vor Gericht verloren. Das Unternehmen hatte zu hohe Gebühren für Anrufe bei der Hotline erhoben.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Preise für Anrufe bei der Hermes-Hotline waren zu hoch.
Die Preise für Anrufe bei der Hermes-Hotline waren zu hoch. (Bild: Hermes)

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) hat eine Klage gegen den Paketversender Hermes gewonnen. Die Verbraucherschützer brachten Hermes vor Gericht, weil das Unternehmen nach ihrer Meinung gegen Gesetze verstoßen hat. Das Landgericht Hamburg teilte die Auffassung der Verbraucherschützer und sah ein rechtswidriges Verhalten von Hermes.

Stellenmarkt
  1. IT-System Engineer (m/w/d) - Endpoint Management
    Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main
  2. Head of Scientific Computing (m/f/d)
    Max Planck Institute for Neurobiology of Behavior - caesar, Bonn
Detailsuche

Hermes hatte auf seiner Homepage eine kostenpflichtige 01806-Nummer für den Kundenservice angegeben. Ein Anruf aus dem Festnetz kostete 20 Cent pro Telefonat, vom Handy wurden bis zu 60 Cent pro Anruf verlangt. Diese Kosten fielen auch an, wenn Kunden das Unternehmen anriefen, um Fragen zum Versandvertrag zu klären.

Hermes darf für die Nutzung seines Servicetelefons künftig die genannten Gebühren nicht mehr berechnen, hat das Landgericht Hamburg entschieden. Die von Hermes berechneten Kosten für einen Anruf aus dem Festnetz überstiegen die Kosten für einen gewöhnlichen Anruf, meint das Gericht.

Anrufkosten müssen sich am Markt orientieren

Das gelte selbst dann, wenn der in Deutschland am meisten verbreitete Standardtarif der Deutschen Telekom zum Vergleich herangezogen werde. Dieser liegt bei 6,2 Cent pro 1,5 Minuten Gesprächsdauer. Für Personen mit Flatrate-Tarifen fallen aber üblicherweise gar keine gesonderten Verbindungskosten für einen Anruf an, hatten die Verbraucherschützer argumentiert. Dem ist das Gericht gefolgt.

Golem Akademie
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
  2. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch die Gebühren für einen Anruf aus dem Mobilfunknetz seien höher als für ein normales Telefonat. Sie überstiegen die Kosten, die Flatrate-Kunden entstünden. Nach Ansicht der Verbraucherschützer sieht das Verbraucherrecht vor, dass die Kosten für einen Anruf beim Kundendienst zu Vertragsfragen nicht diejenigen für einen normalen Telefonanruf übersteigen dürfen.

Das Gericht kritisierte, dass die anfallenden Kosten eine zusätzliche Hürde für Verbraucher darstellten, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten, zumal auch mehrfache Anrufe erforderlich sein könnten.

Das Landgericht Hamburg hat das Urteil bereits am 4. März 2021 getroffen, der Beschluss ist aber erst jetzt bekanntgeworden (Az. 312 O 139/20). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Jominator 24. Apr 2021

Wenn man sich im Ausland befindet, kann man diese Sonderrufnummern nämlich überhaupt...

packansack 23. Apr 2021

Wenn man ein bisschen googelt, findet man viel zu der Unfähigkeit von allem was es auf...

Typ_mit_8_Saiten 23. Apr 2021

Die Fritz Box macht das automatisch Leider

Typ_mit_8_Saiten 23. Apr 2021

Ist halt Ort gebunden. Dhl ist bei uns die Hölle. Nicht einmal für Geld würde ich Mal...

elknipso 23. Apr 2021

Was willst Du uns mit diesem wirren Kommentar sagen?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. Geforce RTX 3050 im Test: Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen
    Geforce RTX 3050 im Test
    Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen

    Upgrade dank DLSS und Raytracing: Die Geforce RTX 3050 ist die erste Nvidia-Grafikkarte mit diesen Funktionen für theoretisch unter 300 Euro.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Radikalisierung im Netz: Neue Taskforce des BKA nimmt Telegram ins Visier
    Radikalisierung im Netz
    Neue Taskforce des BKA nimmt Telegram ins Visier

    Das Bundeskriminalamt hat eine neue Taskforce gegründet, um gezielt Straftatbestände in Messengern wie Telegram zu verfolgen.

  3. Actionspiel: Crytek kündigt Crysis 4 an
    Actionspiel
    Crytek kündigt Crysis 4 an

    Großstadtruinen und Nano-Partikel: Mit einem Teaser stellt das Entwicklerstudio Crytek ganz offiziell Crysis 4 vor.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • Thrustmaster Ferrari Lenkrad 349,99€ • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /