Abo
  • Services:

Kopfhörer Here One: Ich hör die Welt, wie sie mir gefällt

Laute Kollegen und lästige Flugzeugturbinen einfach per App ausblenden - das versprechen die smarten Bluetooth-Ohrhörer von Here One. So könnte sich die Zukunft anhören.

Artikel von Eike Kühl/Zeit Online veröffentlicht am
Die Here-One-Kopfhörer
Die Here-One-Kopfhörer (Bild: Doppler Labs)

Berlin ist, wie jede Großstadt, ziemlich laut. Das merke ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit. An meiner Tram-Haltestelle quietschen die Straßenbahnen um den Kreisel. Am S-Bahnhof dröhnen die vorbeibrausenden Autos und Lkw. Irgendwo bellt kein Hund, aber der Bass aus dem Club auf der anderen Seite der Gleise wummert noch lange über das Wochenende hinaus. Die Bahn, vollgepackt mit Menschen, eine Melange aus Sprachen, Stimmen, blechernen Ansagen aus der Konserve. Und im Großraumbüro folgt Gemurmel, Telefonklingeln und das Verzweifeln der tischtennisspielenden Kollegen.

Inhalt:
  1. Kopfhörer Here One: Ich hör die Welt, wie sie mir gefällt
  2. Die Soundqualität der Ohrhörer überzeugt
  3. Eine gefilterte Zukunft

Nun könnte ich das natürlich alles ausblenden. Das mache ich auch, zumeist mit Musik in meinen klassischen In-Ear-Kopfhörern. Andere Kollegen schwören auf abschottende Kopfhörer, manche sitzen gar mit einem ursprünglich für Bauarbeiter gedachten Gehörschutz im Büro. Inzwischen gibt es aber noch eine dritte Lösung zwischen Ausblenden und Übertönen: Ohrhörer, mit denen sich der Klang der Umwelt nach Belieben filtern und verändern lässt.

"Computational hearing" nennt Noah Kraft das, computerunterstütztes Hören. Kraft ist der CEO des Startups Doppler Labs aus San Francisco, das in diesem Jahr die Here One Ohrhörer auf den Markt gebracht hat. Seit Kurzem sind die kabellosen Bluetooth-Hörer auch in Europa verfügbar, unter anderem bei Amazon. Sie stehen einerseits in Konkurrenz zu Bluetooth-Hörern von anderen Start-ups wie Bragi, Earin oder Myanmu haben aber andererseits auch einige Alleinstellungsmerkmale. "Wir glauben, dass sich die Computer künftig im Ohr befinden", sagt Kraft im Gespräch mit ZEIT ONLINE, "und dass diese Geräte eines Tages besser sein werden als unsere echten Ohren."

Große, aber komfortable Kopfhörer

Auf den ersten Blick wirken die Here One riesig, jedenfalls verglichen mit meinen schmalen, kabelgebundenen In-Ear-Hörern. Gummiaufsätze in verschiedenen Größen sollen garantieren, dass sie möglichst in alle Lauscher passen, doch der größere - und nicht anpassbare - Teil der Hörer sitzt in der Ohrmuschel. Anders als bei Apples Airpods ragt bei den Here One kein weißes Stäbchen aus dem Ohr, unauffällig sind die Hörer deshalb aber nicht. Dafür habe ich aber auch nicht ständig die Sorge, sie könnten rausfallen. Einmal richtig eingesetzt, bleiben sie auch im Ohr und schmerzen auch nach zwei Stunden am Stück nicht. Viel länger kann man sie ohnehin nicht tragen, aber dazu gleich mehr.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke Augsburg Holding GmbH, Augsburg
  2. Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH, Schramberg - Waldmössingen

Bevor ich die Hörer nutzen kann, muss ich zunächst sie auf meinem Smartphone als auch mich als Nutzer bei Here One registrieren. Das funktioniert ausschließlich über eine App, die es für iOS und Android gibt. Das ist gleich der erste Nachteil im Vergleich zu vielen gängigen Bluetooth-Hörern: Sie einfach mit einem Laptop zu verknüpfen, auch auf Kosten einiger Funktionen, wie es bei den Airpods der Fall ist, geht nicht. Die Option werde aber gerade mit einigen ausgewählten Nutzern getestet, sagt Kraft. Doppler Labs sucht dennoch in erster Linie Kunden, die vor allem mobil unterwegs sind und ihr Smartphone stets griffbereit haben.

Für die Registrierung muss ich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort angeben. Das Profil ist notwendig, um später die Ohrhörer auf meine Bedürfnisse einstellen zu können. Das Pairing über Bluetooth geht schnell, allerdings konnte sich mein Android-Smartphone nach einigen Tagen plötzlich nicht mehr verbinden und ich musste die Hörer komplett neu aufsetzen. Vielleicht lag es einfach an meiner Hardware.

Die Soundqualität der Ohrhörer überzeugt 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 34,99€

Dino13 10. Jul 2017

Schon seit längerem höre ich beim Start das man die Geräte ganz normal anlassen kann. Es...

leMatin 09. Jul 2017

Hat wahrscheinlich seit Jahren bezahlt und sich nie in der Spotify-App in den Account...

Icestorm 09. Jul 2017

Für mich sind Drahtloskopfhörer erst dann interessant, wenn sie per Energy Harvesting...

NaruHina 09. Jul 2017

im Straßenverkehr sollten keine kopföherer, egal welcher bauart benutzt werden.

DreiChinesenMit... 08. Jul 2017

Wäre es dann nicht besser die Geräusche auf der tauben Seite um 6dB zu verstärken? Oder...


Folgen Sie uns
       


Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht

Coup lädt bis zu 154 Akkus in Berlin an einer automatischen Ladestation für 1.000 Elektroroller auf.

Coup Elektroroller in Berlin - Kurzbericht Video aufrufen
Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
Oldtimer-Rakete
Ein Satellit noch - dann ist Schluss

Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
  2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
  3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

    •  /