Eine gefilterte Zukunft

Spannend wird es, wenn man die Technik weiterdenkt. Bislang liefert Doppler Labs mit den Here One nur ein gutes Dutzend voreingestellte Filter mit. Neben den erwähnten allgemeinen Einstellungen gibt es auch einige sehr spezielle. So soll eine gezielt die Geräusche der U-Bahn in San Francisco unterdrücken, also etwa die speziellen Frequenzen der Gleise. Zudem können die Nutzer über das GPS auf dem Smartphone ihren Standort mit den Ohrhörern teilen und Vorschläge für Filter erhalten. Die Schaltfläche pulsiert dann, wenn es an einem Ort Vorschläge gibt.

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In Zukunft soll das noch weiter automatisiert werden, sagt CEO Noah Kraft. "Wir wollen es ermöglichen, dass ein Geräusch erkannt wird, bevor es das Ohr erreicht und die Software automatisch Filter auf Basis der Nutzervorlieben hinzufügt." Die Here One könnten dann die Geräuschkulisse anpassen, je nachdem, wo ihre Träger sich befinden. Sie könnten erkennen, ob man im Büro oder auf der Arbeit sitzt. Entwicklungen im Bereich der Spracherkennung und künstlichen Intelligenz sollen die automatische Erkennung noch weiter vorantreiben und die Filter noch verfeinern: Es ist theoretisch denkbar, dass jede einzelne U-Bahn-Station einen eigenen Filter bekommt, der genau auf die Geräuschkulisse vor Ort abgestimmt ist. Und auch für den Konsum der Zukunft gibt es Potenzial: Wer etwa mit den Ohrhörern an einem Burgerladen vorbeikommt, könnte exklusive Angebote direkt ins Ohr erhalten. So weit ist Here One zwar noch nicht, Kraft hat aber anklingen lassen, dass Doppler Labs über Partnerschaften nachdenke.

Nach zwei Stunden ist Schluss

Solche Szenarien sind für eine Realität, in der Menschen nicht nur Computer in ihren Hosentaschen, sondern auch im Ohr tragen. Und zwar ständig. Diese Realität ist zumindest im Fall von Here One noch ein Stück weit entfernt, was vor allem an der enttäuschenden Akkuleistung liegt: Bloß etwa zwei Stunden halten die Here One mit einer Ladung durch. Bis zu vier Ladungen stecken zwar in dem kleinen Gehäuse, in dem sie ausgeliefert werden und dass sich per USB-Kabel laden lässt. Doch um die Ohrhörer zu laden, vergeht eine knappe Stunde. Zum Vergleich: Die Airpods halten gute fünf Stunden durch, haben aber auch nicht die Filtermöglichkeiten der Here One.

Die Verantwortlichen von Doppler Labs sagen, man wolle die Akkuleistung künftig weiter verbessern. Für die erste Generation habe man sich zunächst auf Akustik und Ästhetik konzentriert. Die Nutzer sollten die smarten Filter ausschalten, wenn sie diese nicht nutzen, denn sie verbrauchen mehr Energie, heißt es in den Tipps, die Doppler Labs ungefragt per Mail an die Nutzer verschickt. Damit wird dann aber auch eine der wichtigsten Funktionen ausgeschaltet. Ohnehin macht die geringe Laufzeit einige der Filter praktisch obsolet: Der Flugzeugfilter etwa ist dann nur noch für Kurzstrecken zu gebrauchen. Vorausgesetzt, man hört nicht schon auf dem Weg zum Flughafen Musik.

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Die Here One seien derzeit aber ohnehin nicht dafür gedacht, um den ganzen Tag getragen zu werden, sagt Noah Kraft: "Wir müssen auch soziologische und kulturelle Aspekte beachten." Die Menschen müssten langsam an das Gefühl herangeführt werden, Ohrhörer auch in Situationen zu tragen, in denen es bislang nicht der Fall war. Zunächst sei es deshalb wichtig, die Kunden langsam an das Gefühl eines Computers im Ohr heranzuführen. Ähnlich, wie es mit Smartphones der Fall war.

Das bringt uns dann zum Fazit: Auch wenn die Here One in Sachen Klangqualität zu den derzeit besseren Bluetooth-Hörern auf dem Markt gehören, sind sie zum jetzigen Zeitpunkt vor allem ein Produkt für Menschen, die schon mal wissen wollen, wie sich die Zukunft anhört. Und die 330 Euro übrig haben, um sich diesen Vorgeschmack leisten zu können.

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 Die Soundqualität der Ohrhörer überzeugt
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Dino13 10. Jul 2017

Schon seit längerem höre ich beim Start das man die Geräte ganz normal anlassen kann. Es...

leMatin 09. Jul 2017

Hat wahrscheinlich seit Jahren bezahlt und sich nie in der Spotify-App in den Account...

Icestorm 09. Jul 2017

Für mich sind Drahtloskopfhörer erst dann interessant, wenn sie per Energy Harvesting...

NaruHina 09. Jul 2017

im Straßenverkehr sollten keine kopföherer, egal welcher bauart benutzt werden.



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