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Die Here-One-Kopfhörer
Die Here-One-Kopfhörer (Bild: Doppler Labs)

Die Soundqualität der Ohrhörer überzeugt

Sind die Here One eingerichtet, erfüllen sie derzeit drei zentrale Funktionen. Erstens kann ich mit ihnen telefonieren oder virtuelle Assistenten wie Siri oder Google Assistant nutzen, denn sie enthalten ein Mikrofon. Um einen Anruf anzunehmen, muss ich auch nicht das Smartphone aus der Tasche nehmen: Ein einfacher Druck auf die Touch-Schaltfläche in der Mitte der Ohrhörer genügt. Ein doppelter Klick beendet das Gespräch. Die Sprachqualität ist ordentlich, auch wenn sich Umgebungsgeräusche wie Wind oder das Einfahren der U-Bahn erwartungsgemäß negativ auswirken. Wenn kein Anruf eingeht, öffnet ein Doppelklick den Assistenten, über den ich Kontakte anrufen oder Informationen abfragen kann. So weit, so unspektakulär.

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  • Here-One-Ohrhörer (Bild: Doppler Labs)
  • Here-One-Ohrhörer (Bild: Doppler Labs)
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  • Here-One-Ohrhörer (Bild: Doppler Labs)
Here-One-Ohrhörer (Bild: Doppler Labs)

Zweitens kann ich - Überraschung! - damit Musik hören. Der Punkt ist schon interessanter, denn die Qualität der Here One ist für Bluetooth-Hörer erstaunlich gut. Ich persönlich finde den Klang sogar besser als den der Apple-Airpods, allerdings schirmen die Here One auch effektiver ab. Der Bass ist druckvoll, ohne zu sehr betont zu sein, die Höhen sind klar und das minimale Hintergrundrauschen höre ich wenn dann nur in der Pause zwischen zwei Titeln. Wer will, kann innerhalb der App den Ton auch noch nach Belieben ändern, also etwa den Bass verstärken oder mit Effekten spielen.

Leider kann die Bluetooth-Verbindung mit der guten Soundqualität nicht mithalten. Solange das Smartphone in der Hosentasche oder auf dem Schreibtisch liegt, ist sie stabil. Doch schon nach wenigen Metern reißt sie ab. Während ich mit den Airpods im Büro auch aufs Klo oder in die Küche gehen kann, muss ich bei den Here One auf den Soundtrack im stillen Örtchen verzichten. Die Ohrhörer verbinden sich zwar schnell wieder, wirklich frei fühlt sich das dann aber nicht mehr an. Aber wie gesagt: Die Here One sind ein Produkt für Menschen, die ihr Smartphone ohnehin nicht aus den Augen lassen.

Lauschen wie ein Superheld

Die dritte Funktion ist die entscheidende. Denn sie betrifft das erwähnte computational hearing und soll die Here One von anderen Hörern unterscheiden. Vereinfacht gesagt: Die Here One manipulieren die Geräusche der Umwelt und filtern sie je nach Ort und Vorlieben der Nutzer aus. Wer die Welt ein wenig ruhiger haben möchte, wischt einfach in der App den Regler herunter.

Der Effekt ist beeindruckend. Von +6 Dezibel auf -22 Dezibel lässt sich der Sound der Umwelt nahtlos verstellen. Maximal runtergeschraubt, verschwinden die Stimmen im Büro plötzlich, der Lärm auf der Straße ist wie ausgelöscht, und die U-Bahn quietscht nur noch leise im Hintergrund. Will ich zwischendurch trotzdem hören, was um mich herum geschieht, oder mit jemandem sprechen, muss ich die Here One nicht aus dem Ohr nehmen. Ich tippe sie einfach einmal im Ohr an und sie schalten in den Bypass-Modus: Die Mikrofone nehmen dann die Umwelt auf und geben sie in das Innere meines Ohrs weiter. Das Ganze funktioniert nahezu in Echtzeit - Doppler Labs spricht von einer Verzögerung von maximal 30 Mikrosekunden.

In geschlossenen Räumen funktioniert der Bypass-Modus ordentlich, auch wenn die eigene Stimme mit den Hörern im Ohr wie immer etwas komisch klingt und man eigentlich so keine längeren Gespräche führen möchte. Für die Straße ist der Bypass-Modus weniger geeignet, weil die Hörer unter Umständen auch den Wind aufnehmen, der dann akustisch ins Ohr bläst, was genauso unangenehm ist wie es, nun ja, klingt.

Trotzdem: Es fühlt sich schon ein wenig superheldenmäßig an - und ein wenig unheimlich. Drehe ich den Regler nämlich nach oben, verstärke ich damit die Umwelt, anstatt sie auszublenden. Ich kann somit deutlicher hören, was meine Kollegen drei Tische weiter besprechen. Innerhalb der App gibt es voreingestellte Filter, die etwa gezielt für Geräusche im Büro (Gemurmel, Gespräche), im Flugzeug (Turbinen, Klimaanlage) oder in der Stadt (Autos, Wind) konzipiert sind. Oder die gezielt verstärken, was vor oder hinter mir gesagt wird. Ich könnte also im Restaurant sitzen und fremden Menschen am Tisch hinter mir lauschen. Das Wort Lauschangriff bekommt damit noch einmal eine neue Bedeutung.

 Kopfhörer Here One: Ich hör die Welt, wie sie mir gefälltEine gefilterte Zukunft 

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Dino13 10. Jul 2017

Schon seit längerem höre ich beim Start das man die Geräte ganz normal anlassen kann. Es...

leMatin 09. Jul 2017

Hat wahrscheinlich seit Jahren bezahlt und sich nie in der Spotify-App in den Account...

Icestorm 09. Jul 2017

Für mich sind Drahtloskopfhörer erst dann interessant, wenn sie per Energy Harvesting...

NaruHina 09. Jul 2017

im Straßenverkehr sollten keine kopföherer, egal welcher bauart benutzt werden.

DreiChinesenMit... 08. Jul 2017

Wäre es dann nicht besser die Geräusche auf der tauben Seite um 6dB zu verstärken? Oder...



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