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Herbsttagung: BKA kämpft mit neuer Abteilung stärker gegen Cybercrime

BKA-Chef Münch will nicht nur die tatsächliche, sondern auch die gefühlte Sicherheit verbessern. Das gilt auch bei der Bekämpfung von Internetkriminalität.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
BKA-Chef Holger Münch
BKA-Chef Holger Münch (Bild: Henning Schacht/Pool/Getty Images)

Das Bundeskriminalamt (BKA) verstärkt seinen Kampf gegen Hacker und Computerbetrug. BKA-Präsident Holger Münch habe am Mittwoch auf der Herbsttagung seiner Behörde in Wiesbaden den Aufbau einer neuen Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität angekündigt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die Experten führten unter anderem Ermittlungen etwa nach Virusattacken oder gegen Akteure im Darknet durch. Außerdem entwickelten sie neue Werkzeuge zur Abwehr von Cyberkriminalität. "Dabei fangen wir nicht bei null an", sagte Münch. Grundlage sei eine bestehende Gruppe, die bislang im Bereich Organisierte Kriminalität angesiedelt ist. Das BKA wolle mit der neuen Abteilung den Landespolizeien mehr Service zur Verfügung stellen.

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Dem Ende September veröffentlichten Lagebild zufolge (PDF) wurden 2017 bundesweit fast 86.000 Fälle von Cyberkriminalität erfasst und damit vier Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die durch den Computerbetrug entstandenen Schäden erhöhten sich von 50,9 Millionen auf 71,4 Millionen Euro. Die Experten gehen jedoch von einer Dunkelziffer von rund 90 Prozent aus, weil nur ein Bruchteil der Straftaten zur Anzeige gebracht wird.

Seehofer: Deutschland kein Überwachungsstaat

Die Angst der Menschen vor Kriminalität muss nach Einschätzung Münchs ernst genommen werden. "Es muss uns in diesen dynamischen Zeiten gelingen, sowohl die tatsächliche Sicherheit als auch die gefühlte Sicherheit zu gewährleisten", sagte er. "Denn auch Gefühle sind Fakten." Kriminalität und Kriminalitätsfurcht hätten nur sehr bedingt miteinander zu tun, sagte Münch. "Vielmehr strahlen allgemeine wirtschaftliche oder gesellschaftliche Unsicherheiten auf das Sicherheitsgefühl aus." Dazu zähle auch die zunehmende Digitalisierung.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wandte sich gegen Kritik, die Überwachung durch die Sicherheitsbehörden nehme immer mehr zu. In den öffentlichen Debatten entstehe zuweilen der Eindruck, Deutschland sei von zwei Seiten gefährdet - zum einen durch Kriminelle und Terroristen, zum anderen durch den Staat, der nichts anderes im Sinn habe, als möglichst alle Bürger zu überwachen, kritisierte er. Deutschland sei jedoch kein Überwachungs-, sondern ein Rechtsstaat.

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Anonymer Nutzer 24. Nov 2018

Na also da wäre doch ein Rest an Qualitätsbewusstsein schön gewesen, wenn man Tippfehler...

Anonymer Nutzer 22. Nov 2018

Dann trolle ich mal los: "Die vergeigen doch alle Anschläge und taktische Situationen mit...

Anonymer Nutzer 22. Nov 2018

Gefühlte Temperaturen... Gefühlte Sicherheit... Ich hab' bei Münch auch nur eine gefühlte...

Seismoid 22. Nov 2018

Tja, der Eindruck entsteht tatsächlich, wenn es immer wieder vorkommt, dass...


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