Herausforderung 2018: Mark Zuckerberg will mal eben Facebook reparieren

In einem Beitrag auf Facebook hat Mark Zuckerberg(öffnet im neuen Fenster) seine persönliche Herausforderung für 2018 vorgestellt: Er wolle das Jahr nutzen, um einige der großen Probleme des Netzwerks zu "reparieren" . Der Firmenchef will die Mitglieder des sozialen Netzwerks besser vor "Missbrauch und Hass schützen" , sein Unternehmen gegen die "Einmischung von Nationalstaaten verteidigen" und "sicherstellen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit sinnvoll verbrachte Zeit ist" .

Zuckerberg schreibt, dieses Vorhaben weiche auf den ersten Blick von den Herausforderungen der vergangenen Jahre ab, in denen er sich in erster Linie um die Entwicklung seiner Persönlichkeit gekümmert habe. So lief er in einem Jahr 365 Meilen, las 25 Bücher, besuchte alle 50 US-Bundesstaaten oder lernte jeden Tag einen neuen Menschen persönlich kennen.
Allerdings glaubt der 33-Jährige, dass er beim Reparieren seines Netzwerks mehr lerne, als wenn er etwas vollständig von seinem Hauptberuf losgelöstes mache. Schließlich gehe es dabei auch um Fragen der "Geschichte, der Zivilgesellschaft, der politischen Philosophie, der Medien und Regierung und natürlich um Technologie." Zuckerberg will zu diesen Themen Experten versammeln, um mit ihnen zu diskutieren.
Vorsichtige Kritik an Technologiefirmen?
Als spannendes Beispiel nennt der Firmenchef den Bereich Zentralisierung und Dezentralisierung. Viele Menschen aus seiner Generation seien in die IT-Branche eingestiegen, weil sie durch Technologie die Dezentralisierung von Macht fördern wollten. Das habe sich aber anders entwickelt: Es gebe einige wenige große Technologiefirmen, und Staaten nutzen die neuen Möglichkeiten, um ihre Bürger zu überwachen.
Allerdings seien auch Gegentrends erkennbar, etwa durch Verschlüsselung und Kryptowährungen – was dem Einzelnen auch wieder mehr Macht gebe. Zuckerberg will sich in diese Themen einarbeiten und herausfinden, wie er sie am besten in seine Angebote einbetten könne.



