Henry Cavill: Als Geralt von Riva gegen Pinhead kämpfte
Kaum ein Schauspieler ist über Nacht zum Star geworden, die meisten mussten sich hocharbeiten. Für junge Schauspieler hieß und heißt das meistens: Man muss in einem kleinen, billigen Horrorfilm mitwirken. Das sind die Leichen im Keller, über die die Superstars von heute nicht mehr gerne reden. Im Fall von Henry Cavill ist es Hellraiser: Hellworld(öffnet im neuen Fenster).
Cavill war 19 Jahre alt, als er die Rolle in dem Film bekam. Gedreht wurde er von November bis Dezember 2002 in Bukarest, kam aber erst 2005 auf DVD auf den Markt. Da war Cavill noch immer ein Unbekannter, aber heute hat der Film natürlich seinen Reiz, weil der Schauspieler inzwischen ein Star ist.
Cavills Figur und deren Freunde sind Fans eines Online-Games namens "Hellword" und in dieser Funktion auch öfter Gäste in dazugehörigen Fan-Foren. Umso größer ist deshalb die Freude, als alle fünf Karten für eine jener seltenen, geheimnisumwitterten und deshalb auch höchst angesagten Hellworld-Partys erhalten. Keiner der Freunde ahnt, dass der nett wirkende Veranstalter eine offene Rechnung mit den jungen Leuten zu haben glaubt und einen perfiden Plan geschmiedet hat.
Der erste Film der Reihe kam 1987(öffnet im neuen Fenster) von Clive Barker, der auch den Roman geschrieben hatte. Drei recht große Sequels folgten, danach dümpelte die Reihe nur noch im Direkt-auf-DVD-Markt herum.
In dem Film gibt es Gestalten namens Cenobiten, die von der Hölle auf die Erde kommen und all jene mit sich reißen, die es wagen, eine Puzzle-Box in Form eines Würfels zu öffnen. Damit ruft man sie – und damit wird man auch ihr Opfer. Ihr Anführer ist der von Doug Bradley gespielte Pinhead, der auch die Gallionsfigur der Reihe ist.
Bedauerlicherweise wird Cavills Figur aber nicht von Pinhead erledigt. Er findet sein Ende durch einen anderen Cenobiten(öffnet im neuen Fenster), der ihn mit einer schönen Frau aus dem Anwesen lockt und ihn dann mit einem riesigen Haken aufspießt, an dem er dann hin und her geschwungen wird, während er seinen Schmerz hinausschreit. Später taucht er dann aber nochmal auf, denn er wurde von Pinhead in einen Cenobiten verwandelt.
Ein echter Jungspund
Henry Cavill hat nie über den Film gesprochen (vermutlich hat ihn auch nie jemand danach gefragt). Jedenfalls schlägt er sich als Jungspund hier ganz gut – vom Charisma und der Präsenz, die er in späteren Jahren etwa als Superman oder Geralt von Riva in The Witcher an den Tag legte, ist hier aber noch nicht viel zu sehen.
Für Cavill dürfte die Begegnung mit den Cenobiten aber ohnehin längst vergessen sein. Er war Geralt von Riva und Superman und wird als nächstes der Highlander.
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