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Helsinki: Openoffice.org teurer als proprietäre Lösung

Die Stadtverwaltung Helsinki soll eine Migration zu Openoffice.org mehr als 21 Millionen Euro kosten. Die FSFE bezweifelt dies stark, erhält aber keine Details zur Berechnung, die von Gartner stammt.
/ Sebastian Grüner
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Das Rathaus in Helsinki (Bild: David Holt - CC-BY-SA 2.0)
Das Rathaus in Helsinki Bild: David Holt - CC-BY-SA 2.0

Nach einer Testphase von Openoffice.org im Jahr 2011 ist der Stadtverwaltung Helsinki ein Einsatz der freien Office-Lösung schlicht zu teuer. Über eine Dauer von sieben Jahren soll Openoffice.org 21,5 Millionen Euro kosten, das sind 74 Prozent mehr als die Weiternutzung von Microsoft Office. Die Free Software Foundation Europe (FSFE) bezweifelt die Kosten, erhält aber auch keine Auskunft(öffnet im neuen Fenster) über deren Zustandekommen.

Analyse von Gartner

Bereits im April dieses Jahres(öffnet im neuen Fenster) kritisierte die FSFE die Berechnung, welche auf einer Analyse von Gartner beruht. Details zu dem Bericht von Gartner gibt die Stadt Helsinki der FSFE aber nicht preis. Die FSFE versuchte, über das finnische Informationsfreiheitsgesetz(öffnet im neuen Fenster) an die Kalkulationen zu gelangen und zeigt sich nun enttäuscht über das Verhalten der Stadt.

Die FSFE akzeptiere zwar, dass der Stadt das Geschäftsgeheimnis wichtiger sei als die Interessen der Einwohner. Zumindest die Grundlagen wie die veranschlagten Kosten pro Arbeitsplatz sollten jedoch bereit stehen, fordert die FSFE.

Test auf 23.000 Rechnern

Seit Februar 2011 nutzen 600 gewählte Politiker Openoffice.org als einzige Office-Suite. Darauf folgte die Parallelinstallation des Programms auf etwa 22.500 Arbeitsplätzen der öffentlichen Verwaltung.

Laut FSFE(öffnet im neuen Fenster) zeigten sich zum Ende des Tests im Dezember etwa drei Viertel der Benutzer zufrieden mit der freien Lösung und sahen keinen Grund, Microsoft Office weiter zu benutzen. Das mit Abstand größte Problem der Beamten bestand darin, die proprietären Formate richtig zu öffnen.

Während die Stadt Helsinki eine vollständige Migration aufgrund der Kosten ablehnt, versuchen 50 der 85 Stadträte Helsinkis, die Stadt davon zu überzeugen, die bestehenden Openoffice-Installationen mit einer aktuellen Libreoffice-Version zu ersetzen.


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