Helsing HX-2: Kamikazedrohne aus Deutschland trifft Russland im Hinterland
Bilder von Wrackteilen einer Helsing HX-2 tauchten auf dem russischen Telegram-Kanal UAV Developer auf – einem Kanal, der regelmäßig Drohnenmaterial von der Front veröffentlicht, berichtet das Fachportal Militarnyi(öffnet im neuen Fenster) . Unabhängig bestätigt wurden die Aufnahmen bislang nicht. Russische Soldaten berichten jedoch auf Telegram von Angriffen auf Reparaturkolonnen und Straßenbautrupps im rückwärtigen Bereich. Die Ukraine setzt die Drohne offenbar nicht gegen Fronteinheiten ein, sondern gegen Logistik und Infrastruktur.
Was die HX-2 kann
Ende 2024 stellte das Münchner Rüstungsunternehmen Helsing die HX-2 vor. Die Drohne wiegt rund 12 Kilogramm, wird von vier Elektromotoren angetrieben und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 220 km/h bei einer Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Konzipiert ist sie zur Bekämpfung von Fahrzeugen, Artilleriestellungen und Versorgungsinfrastruktur.
Besonders bemerkenswert ist das integrierte KI-System: Es soll die Drohne in der Lage versetzen, auch unter Bedingungen elektronischer Kriegsführung autonom zu operieren. Mehrere Einheiten können angeblich zudem als koordinierter Schwarm agieren, was die Abwehr erheblich erschwert.
Frühere Probleme, neue Einsätze
Im Januar 2026 wurden Berichte über Präzisionsprobleme der HX-2 unter Gefechtsbedingungen(öffnet im neuen Fenster) bekannt – ausgelöst durch technische Mängel. Ob diese inzwischen behoben wurden, ist unklar. Bereits 2025 wurde öffentlich, dass die Ukraine 6.000 Exemplare bei Helsing bestellt hat . Wie viele davon bisher ausgeliefert und im Einsatz sind, wurde offiziell nicht bestätigt.
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