Helix Nebula: Institutionen und Unternehmen gründen Wissenschaftscloud

Große europäische Forschungseinrichtungen und Unternehmen haben zusammen ein Wissenschafts-Cloud-System initiiert. Darüber sollen aufwendige Berechnungen für wissenschaftliche Großprojekte wie die Suche nach dem Higgs-Teilchen durchgeführt werden.

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Helixnebel: Planetennebel gibt der Wissenschaftscloud den Namen.
Helixnebel: Planetennebel gibt der Wissenschaftscloud den Namen. (Bild: Nasa, Noao, Esa, the Hubble Helix Nebula Team)

Helix Nebula - the Science Cloud ist ein System zum verteilten Rechnen für Forschungseinrichtungen. Ziel ist, Rechenkapazitäten für aufwendige wissenschaftliche Berechnungen bereitzustellen.

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Helix Nebula, benannt nach einem Planetennebel im Sternbild Wassermann, ist ein europäisches Grid-Projekt, an dem Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt sind - es handelt sich also um eine sogenannte Public Private Partnership (PPP). Dabei sind unter anderem die Europäische Raumfahrtagentur (European Space Agency, Esa), das europäische Kernforschungszentrum Cern und das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie (European Molecular Biology Laboratory, EMBL). Auf Seiten der Industrie beteiligen sich etwa die T-Systems, Cap Gemini, Orange, SAP und Telefonica.

Drei Pilotprojekte

Die Wissenschaftscloud steht zunächst drei Projekten zur Verfügung: Das Cern wird über Helix-Nebula die Kollisionsdaten des Experiments Atlas auswerten. Atlas ist einer der Detektoren des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider (LHC), der nach dem Higgs-Teilchen sucht.

Das in Heidelberg ansässige EMBL will mit Hilfe von Helix Nebula das Erbgut höherer Lebewesen wie Säugetiere und Menschen analysieren. Das soll zum einen einem besseren Verständnis der Evolution und der Biodiversität dienen. Zum anderen sollen die Informationen dazu genutzt werden, neue Therapien und Medikamente etwa gegen Krebs zu entwickeln.

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Am dritten Pilotprojekt arbeiten Esa, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die französische Raumfahrtagentur Centre national d'études spatiales (CNES) und der italienische Forschungsrat Consiglio Nazionale delle Ricerche (CNR) mit. Ziel ist es, Cloud-Infrastruktur aufzubauen, die Satellitendaten auswertet, um Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche zu erforschen.

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