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Der Helio X20 heißt intern MT6797.
Der Helio X20 heißt intern MT6797. (Bild: Mediatek)

Ausstattung auf Oberklasse-Niveau

Damit die Prozessorkerne schnell Daten erhalten, sind sie an den Mediatek Coherent System Interconnect (MCSI) angeschlossen. Ob es sich dabei um eine Eigenentwicklung oder einen modifizierten Corelink CCI-500 mit nützlichem Snoop-Filter handelt, konnten wir nicht in Erfahrung bringen, tippen aber auf Letzteres. Die MCSI-Schnittstelle steuert, wann welcher Cluster angesprochen wird und erhält ihre Informationen von der Core Pilot 3.0 genannten Scheduler-Software. Das Whitepaper liegt uns derzeit nicht vor.

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  • Der Tri-Cluster soll big.LITTLE ersetzen. (Bild: Mediatek)
  • Zwei Cluster ermöglichen keine ideale Lastverteilung. (Bild: Mediatek)
  • Der obligatorische Autovergleich (Bild: Mediatek)
  • Im Helio X20 stecken drei Cluster. (Bild: Mediatek)
  • Drei statt zwei Cluster steigern die Effizienz. (Bild: Mediatek)
  • Aufgaben-Verteilung des Tri-Clusters (Bild: Mediatek)
  • Der Low-Power-Core arbeitet unabhängig. (Bild: Mediatek)
  • Die Kamera-Eigentschaften des Helio X20 (Bild: Mediatek)
  • Überblick zum Helio X20 (Bild: Mediatek)
Im Helio X20 stecken drei Cluster. (Bild: Mediatek)

Mediatek erläuterte jedoch, dass eine feinere Ansteuerung vorgenommen worden und erstmals die integrierte Grafikeinheit in den Aufgabenverteilungsprozess eingebunden sei. Hier gibt es ein kleine Überraschung: Bisherige Chips von Mediatek krankten meist an der vergleichsweise langsamen GPU, im Helio X20 hingegen steckt eine Mali-T880. Diese Grafikeinheit ist ARMs Topmodell und erreicht bis zu 700 MHz. Mediatek verbaut wenig überraschend nicht die maximal möglichen 16 Shader-Cluster, sondern nur vier.

Durch die geringere Anzahl an Funktionsblöcken dürfte die Mali-Grafikeinheit ihren Takt dafür konstant halten, während Chips mit mehr Shader-Clustern frühzeitig die Frequenz drosseln müssen, damit die Leistungsaufnahme des Chips im Rahmen bleibt. Mediatek nennt eine Geschwindigkeitssteigerung von 40 Prozent, die der Helio X20 verglichen mit dem Helio X10 bieten soll. Die Leistungsaufnahme soll zugleich um 40 Prozent sinken. Obendrein unterstützt die Grafikeinheit 1080p-Displays mit 120 Hz, was bei künftigen Smartphones Standard werden dürfte. 1440p-Displays laufen mit 60 Hz.

Snapdragon 808Snapdragon 620Exynos 5433Mediatek Helio X20Mediatek Helio X10
CPU-ArchitekturA57 + A53A72 + A53A57 + A53A72 + A53 + A53A53
Anzahl CPU-Kerne2+4 (64 Bit)4+4 (64 Bit)4+4 (64 Bit)2+4+4 (64 Bit)8 (64 Bit)
CPU-Takt unter LastBis zu 1,8 / 1,45 GHzBis zu 2,65 GHzBis zu 1,9 / 1,3 GHzBis zu 2,5 / 2,0 / 1,4 GHzBis zu 2,2 GHz
Speicherinterface + Typ2 x 32 Bit, LPDDR3-9332 x 32 Bit, LPDDR3-9332 x 32 Bit, LPDDR3-8252 x 32 Bit, LPDDR3-9332 x 32 Bit, LPDDR3-933
Datentransfer-Rate14,9 GByte/s14,9 GByte/s13,2 GByte/s14,9 GByte/s14,9 GByte/s
GrafikeinheitQualcomm Adreno 418Qualcomm AdrenoMali-T760-MP6 (bis zu 700 MHz)Mali-T880-MP4 (bis zu 700 MHz)PowerVR G6200 (bis zu 700 MHz)
FertigungTSMC 20nmTSMC 28nmSamsung 20nmTSMC 20nmTSMC 28nm
Mittelklasse-Smartphone-SoCs im Überblick

Prozessorkerne und Grafikeinheit sind an ein 64-Bit-Speicherinterface angeschlossen, jeder Kanal wird mit 2 GByte LPDDR3-933-Speicher bestückt. Die Datentransfer-Rate erscheint uns mit knapp 15 GByte pro Sekunde gering bemessen, andererseits soll sich der Helio X20 nicht mit Topmodellen der Konkurrenz anlegen, sondern mit der oberen Mittelklasse. Erfreulich ist die Unterstützung von eMMC 5.1 für einen schnellen Flash-Speicher.

Aktuelles Modem und moderne Kamera-Technik

Mediateks neuer Chip bietet ein integriertes Modem der Cat6-Klasse . Zwei aggregierte 20-MHz-Carrier liefern bis zu 300 MBit pro Sekunde im Downstream, per Cat10 wären bis zu 450 MBit pro Sekunde möglich. Entsprechend ausgebaute Netze gibt es außerhalb von Südkorea nicht und bis 2016 dürfte sich daran wenig ändern. Das Modem des Helio X20 unterstützt ac-WLAN und soll nur etwa zwei Drittel der Energie des im Helio-X10 verwendeten Modems benötigen.

  • Der Tri-Cluster soll big.LITTLE ersetzen. (Bild: Mediatek)
  • Zwei Cluster ermöglichen keine ideale Lastverteilung. (Bild: Mediatek)
  • Der obligatorische Autovergleich (Bild: Mediatek)
  • Im Helio X20 stecken drei Cluster. (Bild: Mediatek)
  • Drei statt zwei Cluster steigern die Effizienz. (Bild: Mediatek)
  • Aufgaben-Verteilung des Tri-Clusters (Bild: Mediatek)
  • Der Low-Power-Core arbeitet unabhängig. (Bild: Mediatek)
  • Die Kamera-Eigentschaften des Helio X20 (Bild: Mediatek)
  • Überblick zum Helio X20 (Bild: Mediatek)
Die Kamera-Eigentschaften des Helio X20 (Bild: Mediatek)

Das neue Smartphone-SoC unterstützt eine Hauptkamera mit bis zu 32 Megapixeln oder mit zwei Objektiven jeweils 13 Megapixel; die Frontkamera kann mit bis zu 25 Megapixeln aufnehmen. Mediatek verspricht einen schnelleren Fokus, weniger Bildrauschen und eine höhere Schärfe. Der Helio X20 decodiert und encodiert H.265-Videomaterial mit 4K-Auflösung und 30 fps. Weiterhin bietet er eine 10-Bit-YUV-Unterstützung.

Erste Samples des Helio X20 sollen im dritten Quartal 2015 für Smartphone-Hersteller verfügbar sein, damit ausgestattete Geräte erwartet Mediatek für Anfang 2016. Auf dem Mobile World Congress im Februar dürfte es also so weit sein. Dann wird sich zeigen, ob der Helio X20 eine würdige Alternative zu Qualcomms Snapdragon 620 ist.

 Helio X20 für Smartphones: Mediateks neuer Chip bietet elf Kerne und drei Gänge

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hellfire79 01. Apr 2016

OMFG- Facebook, Das Ding ist noch mieser programmiert als alle Samsung App's. Läuft...

Jasmin26 13. Mai 2015

Dann müsste deinwe Überlegung sein wie verschlimmbessert man Android noch damit es nur...

FreiGeistler 13. Mai 2015

Ich habe Sonntags meinem Vater auf dem Galaxy S5 Mini Touchwiz durch Holo Launcher HD...

david_rieger 13. Mai 2015

Und die 640 Kilobyte Arbeitsspeicher nicht vergessen. Immer vergesst Ihr die für...

Graveangel 12. Mai 2015

Die Leute jammern alle wegen der 10 Kerne, was ich nicht so recht nachvollziehen kann...



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