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HelEOS System: Vodafone Kabel setzt in erster Stadt 30 GBit/s ein

Vodafone Kabel testet in Landshut eine Technik, die zusammen mit Docsis 3.1 eingesetzt wird, und im Koaxialkabel ohne Tiefbau ähnliche Geschwindigkeiten wie Glasfaser bietet soll. Offiziell ist das noch nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Relay Node BK-Bauform von Giax
Relay Node BK-Bauform von Giax (Bild: Giax)

Vodafone Kabel setzt in seiner Pilotstadt Landshut eine Technologie im Kabelnetz ein, die 25 bis 30 GBit/s Summenrate über ein einzelnes Koaxialkabel ermöglich. Das hat Golem.de aus informierten Kreisen erfahren. Das Unternehmen Giax aus Erlangen hat eine Technik entwickelt, mit der TV-Kabelnetzbetreiber hohe Datenraten erzielen können.

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Die beiden Unternehmen haben die Informationen nicht kommentiert. Vodafone hatte zuvor bestätigt, bereits den Kabelnetzstandard Docsis 3.1 in der Pilotregion Landshut und Dingolfing einzuführen, wo der Konzern die Analogabschaltung begonnen hat. Doch zugleich läuft ein Test mit dem HelEOS-System von Giax.

Auf der Website von Giax findet sich der Hinweis auf Beziehungen zwischen Vodafone und Giax. "Nach positivem Feedback der technischen Vorstände der Vodafone, Kabel Deutschland und UPC (Amsterdam) gründete Jörg Hellwig im März 2015 i-NX - heute Giax, um die HelEOS Produktidee auf selbständiger Ebene weiterzuentwickeln und zur Marktreife zur bringen."

Golem.de hatte im März 2017 ausführlich über Giax-Technologie berichtet.

Bei dem HelEOS System handelt es sich laut den Angaben um Modem- und Switch-Technologie, die aus der Zusammenschaltung von Punkt-zu-Punkt-Ethernet-Verbindungen über die existierenden Koaxialkabel zu einem Ethernet Overlay System im HFC Netz geschaffen werde. Dieses Ethernet-Overlay-System soll weitgehend glasfaser-ähnliche Geschwindigkeiten sowie aus dem Metro Ethernet Forum bekannte Management-Funktionen bieten.

Für die Übertragung der Daten werden dazu heute brachliegende Frequenzen oberhalb der aktuell für Docsis 3.x und DVB-C gebrauchten Frequenzen genutzt. Die Giax-Ausrüstung ist vor allem Hardware, die durch Embedded-Software unterstützt wird.

Je nach Kabeltyp und genutzten Frequenzen erlaube das HelEOS-System die Übertragung über mehrere Hundert Meter, auf den in Deutschland verwendeten qkx-Kabeln bis rund 450 Meter und bei skx-Kabeln bis über 600 Meter.

Dies ist laut Geox ohne größere Änderungen in der Kabelinfrastruktur und ohne Verlegen einer Glasfaser zu erreichen.

Ein HelEOS-System kann nach den Angaben bis zu 10 GBit/s im Downstream und im 10 GBit/s im Upstream-Bereich transportieren, so dass zusammen mit den in Docsis erzielbaren Datenraten 25 bis 30 Gbit/s Summenrate über ein einzelnes Koaxialkabel möglich seien.

Nachtrag vom 12. April 2018, 16:02 Uhr

Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte Golem.de: "Dies ist eine von mehreren technischen Lösungen, die wir in verschiedenen Städten testen. Ich kann nicht bestätigen, dass in Landshut die im Artikel genannte Technologie getestet wird." Golem.de bleibt bei seiner Darstellung.



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katze_sonne 13. Apr 2018

Das was er schreibt, halte ich für gut möglich. Klar gibt es dieses Bandbreitenproblem...

M.P. 12. Apr 2018

Nach dieser Definition hätte der Endkunde von einem konventionellen Split in seinem...


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