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Teuer wird es auf jeden Fall

Noch ist die Kalkulation für den eigenen Geldbeutel recht eindeutig. Eine Wärmepumpe für 20.000 Euro spart zwar 75 Prozent der benötigten Heizenergie, muss aber mit teurem Strom betrieben werden. In einem älteren Eigenheim lassen sich vielleicht 1.000 Euro im Jahr sparen. Der Umstieg ist damit kaum kostendeckend.

Allerdings wird selbst bei einem gleichbleibenden Gaspreis im Hintergrund der CO 2 -Preis ansteigen. Noch liegt dessen Beitrag bei knapp 1 Cent je Kilowattstunde Gas. Bei Öl sind es 40 Prozent mehr.

Zu erwarten ist aber, dass er auf das Fünf- bis Sechsfache ansteigt. Dann sind es schon 6 Cent. Bleibt noch das grüne Gas, das ohne CO 2 -Bepreisung auskommt. Eine Studie von Agora Energie(öffnet im neuen Fenster) geht davon aus, dass es im besten Fall 10 Cent kosten wird, in der Herstellung. Mit Transport, Vertrieb und Steuern dürften es 22 Cent sein.

Preisunterschied pro Kilowattstunde verschwinden

Gleichzeitig wird erwartet, dass der Strompreis durch die Umstellung auf erneuerbare Quellen um etwa 15 bis 20 Prozent sinken dürfte. So sinken auch die Betriebskosten einer Wärmepumpe. Grob geschätzt liegen die Energiekosten dann auf einem Niveau.

Sollte es, wie unterschiedliche Prognosen zeigen, 2040 so weit sein, läge der Unterschied bei den Heizkosten plötzlich bei 4.000 Euro im Jahr. Immerhin hat man die freie Wahl, ob diese potenziellen Einsparungen die Investition in etwas anderes als die Gasheizung wert sind. Nur nicht als Mieter, die für die Heizung bezahlen müssen, die nun mal verbaut ist.

Zwang gegen Hoffnung

Das alte Gebäudeenergiegesetz setzte auf den verpflichtenden Einsatz erneuerbarer Energie, völlig alternativlos also auf die Wärmepumpe, Fernwärmenetze oder sogar Holzpellets. Wer dabei wieder einmal unter die Räder kam, waren Gasversorger und Versorgungsnetzbetreiber.

Die dürfen jetzt hoffen, dass ihr Geschäftsmodell noch lang erhalten bleibt. Und alle, die noch lange mit einer funktionierenden Gasheizung gesegnet sind, dürfen hoffen, dass vielleicht doch noch etwas erfunden wird, um Biogas oder synthetisches Gas in ausreichenden Mengen und bezahlbar herzustellen. Das nennt sich dann Technologieoffenheit.

Oder wie Alexander Hoffmann es ausdrückt: "Klimaschutz muss Spaß machen." Und zwar nicht nur der Natur oder den Menschen allgemein, sondern auch Vermietern und Gasproduzenten.

IMHO ist der Kommentar von Golem [IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)]


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