Was Heizölkunden jetzt tun können
Wer nicht dringend Heizöl bestellen muss, sollte abwarten: Statistisch sind die Monate Mai bis Juli die günstigsten Kaufmonate. Wer bestellen muss, spart durch Sammelbestellungen mit Nachbarn (2 bis 8 Cent wenige/Liter) und den Vergleich über Portale wie Heizoel24(öffnet im neuen Fenster) , Esyoil(öffnet im neuen Fenster) oder Check24(öffnet im neuen Fenster) . Flexible Lieferzeiten statt Express sparen weitere 5 bis 10 Cent pro Liter. Tipps zur richtigen Bestellstrategie bietet heizoelboerse.de(öffnet im neuen Fenster) .
Gas: Anbieterwechsel bringt bis zu 1.260 Euro im Jahr
Gaskunden in der Grundversorgung verschenken bares Geld. Der Wechsel zum günstigsten Tarif spart laut Verivox(öffnet im neuen Fenster) bis zu 1.264 Euro jährlich bei 20.000 kWh Verbrauch. Wer seinen Verbrauch zusätzlich senkt – etwa durch einen hydraulischen Abgleich (10 bis 15 Prozent Ersparnis, Kosten circa 925 Euro im Einfamilienhaus, davon 15 bis 20 Prozent Bafa-gefördert(öffnet im neuen Fenster) ) oder die Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C (6 Prozent weniger Heizkosten laut Thermondo(öffnet im neuen Fenster) ) – kann dem erwarteten Preisanstieg ein Stück weit entgegenwirken.
Mittelfristig umsteigen: bis zu 70 Prozent Förderung für Wärmepumpen
Die BEG-Förderung 2026 macht den Heizungstausch für Hauseigentümer attraktiver. Für Wärmepumpen gibt es laut Priwatt(öffnet im neuen Fenster) bis zu 70 Prozent Zuschuss.
Pelletheizungen erhalten ähnliche Sätze plus 2.500 Euro Emissionsminderungszuschlag ( Energie-Experten(öffnet im neuen Fenster) ). Für Dämm-Maßnahmen zahlt das Bafa 15 bis 20 Prozent ( Bafa Einzelmaßnahmen(öffnet im neuen Fenster) ). Der ergänzende KfW-Kredit reicht bis 120.000 Euro zinsvergünstigt.
2028 wird fossiles Heizen strukturell teurer
Unabhängig vom Irankrieg steigt der Kostendruck auf fossile Heizungen. Der nationale CO ₂ -Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne – das sind rund 20 Cent pro Liter Heizöl und 1,4 Cent pro kWh Gas ( Finanztip CO₂-Preis(öffnet im neuen Fenster) ).
Ab 2028 übernimmt der europäische Emissionshandel ETS-2: Startpreis voraussichtlich 50 bis 90 Euro/Tonne, bis 2030 rechnen Studien mit 120 bis 275 Euro pro Tonne ( Gebäudeforum ETS-2(öffnet im neuen Fenster) ). Für ein Einfamilienhaus mit Ölheizung bedeutet das allein an CO ₂ -Kosten bis zu 820 Euro jährlich im Jahr 2030.
Parallel läuft die kommunale Wärmeplanung: Großstädte müssen bis 30. Juni 2026 ihren Wärmeplan vorlegen, alle anderen Kommunen bis 2028 ( Hausverwalterscout(öffnet im neuen Fenster) ). Bestehende fossile Heizungen sind ab 2045 komplett verboten.
Die Prognose: Alles hängt an Hormus
Beruhigt sich die Lage am Persischen Golf, könnten die Gasgroßhandelspreise bis zum Sommer auf 35 bis 45 Euro/MWh zurückfallen und Heizöl wieder unter 100 Euro/100 Liter sinken. Eskaliert der Konflikt weiter, ist laut Goldman Sachs(öffnet im neuen Fenster) eine dauerhafte Verdopplung des Gaspreisniveaus möglich.
Sicher ist nur: Wer fossiles Heizen als Langfristlösung betrachtet, wettet gegen den CO ₂ -Preis – und damit gegen die europäische Klimapolitik. Und: Die günstigste Kilowattstunde bleibt die, die man gar nicht erst verbraucht.