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Auro 3D entwickelte sich vom Klassik-System 2+2+2

Auro 3D erinnert nicht von ungefähr an ein exotisches, in der Klassik aber verbreitetes Tonformat: das 2+2+2-System. Das wird beispielsweise auf der Blu-ray Pure Audio verwendet, die wir während der Musikmesse Classical Next 2013 per Zufall kennenlernten und ausprobierten. 2+2+2 und das damit verwandte 2222+-System (auf Dabringhaus-Datenträgern zusätzlich Auro 3D genannt) wurde von Werner Dabringhaus entwickelt und war vor langer Zeit Vorbild für Auro 3D, wie uns Van Baelen erklärte. Seit 2005 arbeitet er an Auro 3D, dessen erste Installation 2011 in Betrieb ging.

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Auch bei 2+2+2 werden je zwei Boxen rechts und links vorne übereinander und hinten zwei weitere Boxen positioniert. Die Kanäle werden dementsprechend umgewidmet. Der Nachteil einer 2+2+2-Installation ist allerdings gravierend: Beim Anschauen von Filmen werden bestimmte Kanäle von der falschen Position abgespielt. Auro 3D löst dieses Problem durch die zusätzlichen, dedizierten Kanäle für die Höhenlautsprecher und damit eine Abwärtskompatibilität zu 5.1- und 7.1-Systemen.Van Baelen hat das für die Klassik optimierte System nicht einfach übernommen, sondern weiterentwickelt und so auch für andere Typen des Tons verfügbar gemacht.

Deswegen ist Auro 3D auch in Kinos verbreitet, schon länger als das vergleichsweise junge Dolby-Atmos-System. Van Baelen erzählte uns sogar von einer Querkompatibilität: Dolby Atmos soll sich auf einer Auro-3D-Konfiguration gut anhören. Andersrum soll Auro 3D aber nicht in einer Atmos-Konfiguration funktionieren. Probe hören konnten wir allerdings weder das eine noch das andere und müssen die Frage offen lassen, ob der Heimkinofan nun je nach Film seine Boxen umräumen muss oder nicht.

Dolby zeigt auf der CES Altbekanntes

Auch Dolby versuchte mit einer erstaunlich aufwendigen Installation, den Atmos-Raumklang zu präsentieren - in einem speziellen Raum, der nicht gerade der Wohnzimmeratmosphäre der Auro-Demo entsprach, sondern fast wie ein Kino wirkte. In einem schwarzen, abgedunkelten Raum mit mutmaßlich tontechnisch idealen Wänden und Decken stellte Dolby zwei 7.1.4-Systeme fürs Heimkino vor. Im Unterschied dazu baute Auro seine Anlage in einer Suite des Venetian-Hotels auf, ohne diese tontechnisch zu modifizieren. Einzig die Sitzpositionen waren bei Auro strikt in der Mitte - wie bei Dolby. Dolby ließ uns sein System mal als Dolby Atmos und mal als Dolby Atmos Enabled Probe hören - und das auch mit Filmen wie Transformers oder Star Trek: Into Darkness.

Ausgerechnet die Filmdemos enttäuschten uns. Zwar war der Raumklang raumfüllend. Doch verortbare Effekte nahmen wir nicht wahr oder sie lagen überwiegend in der horizontalen Ebene. Der Ton kam einfach nur zusätzlich von oben. Wir hätten uns am liebsten eine Demo von Oblivion angehört - diesen Film sahen wir 2013 in einem Dolby-Atmos-Kino, und in einzelnen Szenen war Dolby Atmos beeindruckend. Doch die Demo gab es nur für Dolby Vision. Ohne Ton. Auch im Zoo Palast haben wir zur Eröffnung schon bessere Filmdemos mit Atmos gehört. Ob dies an der Heimkino-Atmos-Konfiguration lag oder an den Filmen, können wir daher noch nicht sagen, denn wir haben weder Into Darkness noch den aktuellen Transformers-Teil in einem Atmos-Kino gesehen.

Wie gehabt gut funktionierten hingegen die von Dolby selbst erstellten Demotrailer. Hier gab es eine Verortbarkeit, wenn auch nicht so gut wie im Kino. Allerdings war der Ton teilweise zu direkt im Vergleich zu Auro 3D. Dafür war in Bodennähe das 7.1.4-System Auros Demo mit einem 5.1.4-System überlegen. Die Auro-Demo war sehr einfach realisiert und begeisterte uns doch mehr als die aufwendigen Demonstrationen von Dolby, insbesondere da nicht so sehr auf platzierte Ton-Effekte gesetzt wurde.

DTS:X muss erst fertig werden

DTS:X einzuordnen ist noch schwer. Zwar haben wir auf der CES das System mit Deckenlautsprechern ebenfalls Probe hören können. Aber es fehlen noch Details und ausreichendes Tonmaterial abseits der durchaus funktionierenden Demos, um den bisherigen, positiven Eindruck mit den finalen Systemen von Auro und Dolby vergleichen zu können.

 Beeindruckende Auro-Demonstration mit dem einfachen SystemDie Güte des Raumklang-Systems ist für den Erfolg nicht entscheidend 
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