Beeindruckende Auro-Demonstration mit dem einfachen System

Die Deckenhöhe spielt laut dem Auro-Chef keine Rolle. Bei Atmos ist das anders: Die Installation an der Decke ist aufwendiger. Und bei sogenannten Dolby-Atmos-Enabled-Lautsprechern, die vorne stehen, aber ihren Schall über zusätzliche Lautsprecher erst an die Decke strahlen und so indirekt einen Deckenton entstehen lassen, kann eine für die Tonreflexionen ungeeignete Decke Nachteile haben.

  • In dieser Suite des Venetian-Hotels wurde uns Auro 3D demonstriert. (Bild: Auro Technologies)
  • Gut zu sehen ist die Anordnung der Lautsprecher in Ebenen. Deckenlautsprecher braucht es nicht. (Bild: Auro Technologies)
  • Auro verwendete für die Pressedemo das kleinste System mit einem 9.1-Setup. (Bild: Auro Technologies)
  • Auch noch für Heimcineasten ist das 10.1-System vorgesehen. Dieses arbeitet mit einem zusätzlichen "Voice of God"-Deckenlautsprecher. (Bild: Auro Technologies)
  • Auro 11.1 arbeitet mit einer dritten Ton-Ebene. Der T-Lautsprecher sitzt über dem Center-Höhenlautsorecher der zweiten Ebene. (Bild: Auro Technologies)
  • Auro 13.1 macht das selbe wie 11.1 in Ebenen 2 und 3. Der Unterschied befindet sich in der unteren Ebene: 7.1 statt 5.1. (Bild: Auro Technologies)
  • Die unterschiedlichen Schichten des Auro-Tonsystems. (Bild: Auro Technologies)
In dieser Suite des Venetian-Hotels wurde uns Auro 3D demonstriert. (Bild: Auro Technologies)

Die Demokonstruktion nutzte zwei Tonebenen ohne Reflexionen: ein 5.1-System auf dem Boden mit 3-Wege-Boxen in der Front sowie vier 2-Wege-Boxen, die etwa in einer Höhe von 2 Metern darüber montiert waren und schräg nach unten in Richtung der Zuhörer strahlten. Dieses 9.1-System ist nicht die volle Ausbaustufe von Auro 3D, aber sie genügte bereits für einen vollen Klang.

Bedrohliche Traktoren von hinten

Was wir dann hörten, war trotz des vergleichsweise einfachen Aufbaus beeindruckend realistisch. Das lag auch an den Demos: von vorne über den Kopf fliegende Großraumjets, von hinten kommende militärische Hubschrauber und - besonders bedrohlich - der Traktor, der sich von hinten dem Zuschauer nähert und uns beinahe umzufahren schien. Wir mussten uns zusammenreißen, um nicht den Instinkten nachzugeben und einen Schulterblick zu wagen.

Dabei war in allen Fällen die obere Tonebene entscheidend, wie einzelne Demos zeigten, in denen mal die obere und mal die untere Ebene abgeschaltet wurde. Ohne scheint es nicht zu gehen, auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten Raumklang auch ohne Deckenlautsprecher oder Auros Ebenensystem funktionierte. Der Hörer ist mittendrin statt nur dabei.

Obwohl Auro auf einen Lautsprecher in der Decke direkt über uns verzichtete, waren selbst bei den Demos Objekte, die oben in die Mitte positioniert waren, exakt zu verorten. Nach einigen Demos waren wir überzeugt von Auro 3D als Heimkinosystem. Das gilt auch für eine reine raumfüllende Darbietung von Musik. Ein Chor in einer Kathedrale konnte hervorragend imitiert werden. Hier ist die Verortung gar nicht so wichtig. Auch ein Besucher einer Kirche schaut nicht nach oben, weil er Teile des Tons von dort über Reflexionen empfängt. Sehr wohl erkennt er aber den charakteristischen Klang, den bestimmte Raumkonstruktionen mit sich bringen. Diesen kann Auro 3D sehr gut simulieren. Es eignet sich also auch für Klassikfans. Solche Demos vermissten wir übrigens bisher bei Dolby Atmos, das sich mehr an Kinoliebhabern und kaum an Musikliebhabern orientiert.

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 Auro 3D arbeitet mit einer anderen Lautsprecherkonfiguration als AtmosAuro 3D entwickelte sich vom Klassik-System 2+2+2 
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Geroemel 27. Jan 2015

Achso dazu habe ich noch die teufel hybrid 6.Und dann muss du dir mal lichtmond3...

PatrickDosSanto... 27. Jan 2015

Leute mir ging es nur um den Satz " Dreidimensionales Hören ist mit Kopfhörern nicht...

Sinnfrei 26. Jan 2015

Deshalb gehe ich in Holland ins Kino. Da habe ich O-Ton, Dolby Atmos, 4K HFR, und was man...

Trollversteher 26. Jan 2015

Naja, es gibt auch 5.1 Systeme mit gutem Sound, wo dann auch der Musikgenuss in Stereo...



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