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Heimkino in nativer 4K-Auflösung: Sonys neuer Oberklasse-Projektor kostet 26.000 Euro

Sony bringt dieses Jahr zwei neue 4K-Laser-Projektoren auf den Markt – ohne 3D-Technik. Diese strahlen besonders hell und reihen sich neuerdings in die Bravia-Produktreihe ein.
/ Ingo Pakalski
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Zwei neue Sony-Projektoren haben nun den Beinamen Bravia. (Bild: Sony)
Zwei neue Sony-Projektoren haben nun den Beinamen Bravia. Bild: Sony

Sony hat sich für die kommenden Oberklasse-Projektoren für eine neue Namensgebung entschieden. Analog zu den Sony-TV-Modellen tragen sie den Beinamen Bravia. Bei beiden neuen Modellen setzt Sony neuerdings einen an Projektoren angepassten Bildprozessor ein, der so ähnlich auch in den Sony-Fernsehern der Bravia-Modellreihen verwendet wird.

Laut Sony rentiert es sich nicht mehr, wie bisher spezielle Bildprozessoren nur für Projektoren zu entwickeln. Der Projektorenmarkt sei dafür zu klein, heißt es vom Hersteller. Von den Einsparungsmöglichkeiten kommt allerdings nichts beim Kunden an; die neuen Projektoren kosten mehr als die Vorgängermodelle.

Unverändert sind die Sony-Projektoren nicht über die reguläre Sony-Homepage zu finden, sondern werden der Sony-Professional-Sparte zugewiesen. Üblicherweise gibt es die Projektoren nur im Fachhandel für Heimkino-Ausstattungen, während es die TV-Modelle auch in normalen Elektronikfachmärkten gibt.

Beide Sony-Projektoren bieten native 4K-Auflösung

Der Bravia Projector 8 alias VPL-XW6100ES ist das Nachfolgemodell des VPL-XW6000ES, der in der EU nicht auf den Markt kam. Der Bravia Projector 9 alias VPL-XW8100ES ersetzt den in Deutschland angebotenen VPL-XW7000ES . Vom VPL-XW5000ES gibt es kein neues Modell und somit auch nicht den Bravia-Beinamen, weil der noch auf einen anderen Prozessor zur Bildverarbeitung setzt.

Auch die neuen Modelle verwenden LCD-Panels mit Sonys eigener SXRD-Technik; die Projektoren liefern eine native 4K-Auflösung von 4.120 x 2.160 Pixeln. Dabei wird das Bild in roten, grünen und blauen Teilbildern gleichzeitig auf die Leinwand projiziert, so dass keine störenden Regenbogeneffekte wie bei reflektiven DLP-Projektoren entstehen sollten.

Technisch ähneln sich die beiden Neuvorstellungen, der Bravia Projector 8 soll eine maximale Helligkeit von 2.700 Lumen erreichen, beim Bravia Projector 9 sind es 3.400 Lumen. Zudem hat das 9er-Modell die Funktion Live Colour Enhancer, die bei hellem Umgebungslicht dafür sorgen soll, dass Farben intensiv und Hauttöne natürlich dargestellt werden. Für diese beiden Unterschiede verlangt Sony einen Preisaufschlag von 10.000 Euro.

Neue Sony-Projektoren können kein 3D mehr

Durch den Wechsel der Bildprozessoren fällt eine Projektorfunktion weg: 3D wird nicht mehr von den neuen Sony-Projektoren unterstützt. Im Gegenzug bieten sie bei Zuspielung von 4K mit 120 Hz Auto Low Latency Mode (ALLM), was laut Hersteller eine Latenz von 12 ms bringen soll. Die Projektoren haben zwei HDMI-2.1-Anschlüsse.

Die Projektoren unterstützen HDR10+, aber kein Dolby Vision, was bei vielen modernen Fernsehern mit abgedeckt wird. Auch das bei hochwertigen TV-Geräten übliche VRR beherrschen die Projektoren trotz Bravia-Schriftzug nicht.

Sony will den Bravia Projector 8(öffnet im neuen Fenster) im Oktober 2024 in Schwarz und Weiß zum Preis von 16.000 Euro auf den Markt bringen. Ebenfalls noch im Oktober 2024 soll der Bravia Projector 9(öffnet im neuen Fenster) in Schwarz und Weiß erscheinen, der mit 26.000 Euro deutlich teurer ist. Den VPL-XW5000 wird es weiterhin geben – bei vielen Händlern wird er etwa 4.900 Euro angeboten. Dem älteren Modell fehlen die Bravia-Chips, er hat aber die gleiche Lasereinheit mit nativer 4K-Auflösung.


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