Heart Aerospace: Erfolgreicher Test für weltgrößtes Elektroflugzeug
Das weltgrößte batterieelektrische Flugzeug hat seinen ersten Testflug erfolgreich absolviert. Die X1 sei auf einem Flugplatz im Norden des US-Bundesstaats New York gestartet und eine halbe Stunde in der Luft gewesen, teilte der in der Nähe von Los Angeles angesiedelte Hersteller Heart Aerospace(öffnet im neuen Fenster) am 13. August 2026 mit.
Die X1(öffnet im neuen Fenster) verfüge über eine Spannweite von rund 32 Metern und eine Länge von etwa 23 Metern. Mit einem Startgewicht von rund 11,4 Tonnen sei die X1 "das größte jemals geflogene batterieelektrische Flugzeug", hieß es weiter.
Serienmodell bis 2031 geplant
Der bemannte Flug dauerte demnach 27 Minuten. Es sei eine Flughöhe von 335 Metern über Grund erreicht worden. Die vier elektrischen Motoren lieferten dem Hersteller zufolge eine Leistung von bis zu einem Megawatt. Während des Fluges habe die X1 Strom zum Preis von etwa 5 US-Dollar benötigt. Bei einem aktuellen Strompreis von etwa 22 Cent pro Kilowattstunde für Firmenkunden im Bundesstaat New York(öffnet im neuen Fenster) hätte der Flug nur 22,7 kWh verbraucht.
Die X1 ist ein Prototyp auf dem Weg zum geplanten Serienmodell ES-30(öffnet im neuen Fenster). Die ES-30 ist als Hybridflugzeug mit einer elektrischen Reichweite von 200 km und einer Gesamtreichweite von 800 km konzipiert. Das Flugzeug soll im Jahr 2031 in Dienst gestellt werden und bis zu 30 Passagiere befördern können.
Deutlich geringere Betriebskosten
Heart Aerospace will die Betriebskosten im Vergleich zu einer Turboprop-Maschine um mindestens 40 Prozent senken. Die Einsparungen resultierten "aus niedrigeren Energiekosten, einem geringeren Wartungsaufwand dank vereinfachter Elektroantriebe und elektrifizierter Flugsysteme sowie einer höheren Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Flugzeugs durch eine integrierte Elektronik- und Softwarearchitektur".
Das Projekt hat der Mitteilung zufolge bereits Absichtserklärungen von Fluggesellschaften wie United Airlines, Air Canada und JSX erhalten. Die Erprobung der ES-30 soll im Jahr 2028 starten.
Aktuell trägt die zivile Luftfahrt etwa zwei bis drei Prozent zum weltweiten Ausstoß von CO2 bei. Da eine starke Zunahme des Luftverkehrs erwartet wird, gibt es Bestrebungen, den CO2-Ausstoß zu senken (g+). Weltweit sind circa 200 Elektroflugzeuge in Entwicklung. Dabei reicht das Spektrum von Klein- und Sportflugzeugen über Lufttaxis bis zu Regional- und Geschäftsreiseflugzeugen. Tatsächlich sind Kurzstreckenverbindungen von ungefähr 150 km bereits wirtschaftlich darstellbar.
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